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Titel: Psychische Befindlichkeit und Leistungsmotivation bei Jugendlichen mit pathologischem Internetgebrauch
Sonstige Titel: Psychopathology and Achievement Motivation in Adolescents with Pathological Internet Use
Autor(en): Wartberg, Lutz
Sack, Peter-Michael
Petersen, Kay-Uwe
Thomasius, Rainer
Erscheinungsdatum: 2011
Zusammenfassung: In Deutschland nutzten 2010 insgesamt 69,4 % der Bevölkerung oder 49 Millionen Menschen das Internet wenigstens gelegentlich, bei den 14- bis 19-Jährigen sind es nach aktuellen Umfragen inzwischen 100 %. Eine exzessive Nutzung des Internets kann zu negativen psychosozialen Konsequenzen sowie zu Veränderungen des Verhaltens führen und wird als „pathologischer Internetgebrauch“ bezeichnet. Aus dem deutschsprachigen Raum liegen bislang nur wenige empirische Daten zur psychischen Befindlichkeit von Jugendlichen mit pathologischem Internetgebrauch vor. Ziel der vorliegenden explorativen Untersuchung war es, jugendliche Teilnehmer eines ambulanten Gruppenprogramms zur Behandlung von Internetsucht (Untersuchungsgruppe) mit einer Kontrollgruppe gesunder Jugendlicher hinsichtlich ihrer psychopathologischen Belastung (mittels des SPS-J), verschiedener Aspekte von Leistungsmotivation (mittels des FLM 7-13) und subjektiver Aufmerksamkeitsdefizite (mittels des FEDA) zu vergleichen. Die Untersuchungsgruppe (n = 16) unterschied sich von der Kontrollgruppe (n = 16) weder bezüglich Geschlechtsverteilung noch bezüglich Alter, Intelligenz oder Bildung. Die Gruppenteilnehmer berichten im Vergleich zu den Kontrollen mehr Selbstwertprobleme sowie einen höheren SPS-J-Gesamtwert, niedrigere Mittelwerte in den Skalen „Leistungsstreben“ und „Ausdauer/Fleiß“ des FLM 7-13 und einen geringeren „Antrieb“ (FEDA-Skala). Die Befunde sprechen für eine erhöhte psychopathologische Belastung sowie eine geringere Leistungsmotivation und verminderten Antrieb bei Jugendlichen mit pathologischem Internetgebrauch. Diese Aspekte sollten bei der Konzeption und Umsetzung von Interventionen berücksichtigt werden. Schlagwörter pathologischer Internetgebrauch – Internetsucht – Psychopathologie – Leistungsmotivation –Aufmerksamkeit
In Germany, the internet is used by 69.4 % of the population or 49 million people, and 100 % of adolescents (between 14 to 19 years of age) spend time in the internet at least occasionally. An excessive use of the internet may lead to negative psychosocial consequences and changes in behaviour. This phenomenon is named „pathological internet use“. Until now, there are only few studies published that investigate mental well being in German adolescents with pathological internet use. 16 participants of an outpatient treatment program for pathological internet use and 16 healthy adolescents were compared on self-reported levels of psychopathology (SPS-J), achievement motivation (FLM 7-13) and personal experience of attention deficit (FEDA). There were no differences in age, gender, intelligence or education between the two groups. Pathological internet users exhibited significantly elevated scores on self-esteem problems and the summary score of the SPS-J and significantly lower scores on FLM 7-13-dimensions “achievement ambition” and “perseverance/diligence” compared to controls. The results revealed that adolescents with pathological internet use report a higher level of psychopathology and lower levels of achievement motivation and drive. These findings should be taken into account when conceptualizing treatments for pathological internet users. Keywords pathological internet use – internet addiction – psychopathology – achievement motivation – attention
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3310
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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