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Titel: Interpersonale Verantwortlichkeit erwachsener Töchter ihren Müttern gegenüber: Verantwortlichkeitsnormen, Hilfeleistungen und ihre Korrelate - ein Überblick über die Literatur.
Autor(en): Schmitt, Manfred
Gehle, Helmut
Erscheinungsdatum: 1983
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral";017
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit ist im Forschungsprojekt "Entwicklung interpersonaler Verantwortlichkeit und interpersonaler Schuld" entstanden (MONTADA 1981). Ziel des Projektes ist die Konstruktion und empirische Prüfung eines Strukturmodells zur Beschreibung interpersonal verantwortlichen Handelns sowie seiner Korrelate. Stellvertretend soll die Handlungsanalyse in dem Bereich "Verantwortlichkeit erwachsener Töchter ihren Müttern gegenüber", dem die vorliegende Arbeit zuzuordnen ist, erfolgen. Kennzeichnend für die Handlungsanalyse ist der hohe Differenzierungsgrad des ihr zugrundeliegenden Strukturmodells, das eine Vielzahl personaler und situativer Variablen, die potentiell einen Einfluß auf den Prozeß der Verantwortlichkeitsübernahme und des Hilfehandelns haben, umfaßt (vgl. DALBERT 1982). Uns erscheint dieser Differenzierungsgrad nötig, da familiensoziologische Arbeiten zwar eine Fülle von Befunden zum Thema intrafamiliärer Hilfeleistungen berichten, und sich häufig auch vor dem Hintergrund soziologischer (seltener psychologischer) Theorien (z.B. Rollentheorie) bemühen, die beobachteten Phänomene zu verstehen, jedoch zur Erklärung der Dynamik der Verantwortlichkeitsübernahme und des Hilfehandelns nur beschränkt brauchbar sind. Die Ergebnisse familiensoziologischer Forschung über intrafamiliäre Hilfeleistungen sind aber für unser Forschungsprojekt in zweifacher Hinsicht von Bedeutung: (a) Einerseits zeigen die beschriebenen Sachverhalte auf, was ein handlungsanalytischer Ansatz erklären können muss. So haben beispielsweise Informationen über die Häufigkeitsverteilung von Hilfeleistungen zwischen den Generationen (z.B. SEELBACH 1976) unseren Untersuchungsgegenstand mitbestimmt: Die Analyse der Verantwortlichkeitsübernahme wird in unserer Untersuchung beispielhaft an 34 Bedürfnissen bzw. Wünschen von Müttern an ihre erwachsenen Töchter versucht (vgl. SCHMITT, DALBERT & MONTADA 1982). (b) Andererseits berichten viele familiensozioloische Arbeiten Zusammenhänge zwischen Hilfeleistungen und anderen Variablen, z.B. demographischen Merkmalen (Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status, ethnische Gruppenzugehörigkeit, Berufszugehörigkeit usw.), wovon einige entweder unseren Kovariaten der Handlungsstrukturvariablen entsprechen (vgl. SCHMITT et al. 1982) oder aber für die psychologische Handlungsanalyse unmittelbar von Bedeutung sind (z.B. Kosten der Hilfeleistung; Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Hilfeleistung; Umstände, die Verantwortlichkeitsabwehr erleichtern). Solche Variablen werden hier generell als "Kovariate" behandelt.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/334
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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