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Titel: Rechtswirklichkeit von Auflagen und Weisungen bei Strafaussetzung zur Bewährung. Probleme der Strafaussetzung zur Bewährung und der Bewährungshilfe mit Verlaufsdaten und Ergebnissen einer empirischen Erhebung am Beispiel des Landgerichtsbezirks Ulm
Autor(en): Trapp, Elke
Erscheinungsdatum: 2003
Serie/Report Nr.: Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie;3
Zusammenfassung: In der vorliegenden Dissertation zu Bewährungsfällen werden die Ergebnisse einer Untersuchung von 250 rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren dargestellt, die erstinstanzlich in die Zuständigkeit der Schöffen- und Jugendschöffengerichte an den Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Ulm fielen. Die zugehörigen Ermittlungsakten waren nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen im Zeitraum vom 01.01.1993 bis 31.12.1993 an die Staatsanwaltschaft Ulm abgegeben worden. Im weiteren Verlauf war die Vollstreckung der erkannten Freiheits- und Jugendstrafen von den Schöffen- und Jugendschöffengerichten an den Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Ulm bzw. im Berufungsverfahren von den (Jugend-) Strafkammern am Landgericht Ulm zur Bewährung ausgesetzt worden, unter Einbeziehung der Verurteilungen nach § 57 JGG (so genannte Vorbewährung) sowie § 27 JGG (sog. isolierter Schuldspruch, also Aussetzung der Verhängung von Jugendstrafe). Im ersten Schritt der Erhebungen und Auswertungen ging es um die Gewinnung von möglichst detaillierten Erkenntnissen zur richterlichen Entscheidungspraxis bei Festsetzung der Dauer der Bewährungszeit. Im zweiten Schritt interessierte die Anordnungspraxis der Gerichte bei Auflagen und Weisungen und deren tatsächliche Ausgestaltung sowie deren Rückkoppelung auf die Dauer der Bewährungszeit. Im dritten Schritt war schließlich der Einfluss der Bewährungsanordnungen auf den Verlauf der Bewährungszeit und das Bewährungsergebnis zu beleuchten.
This doctoral dissertation presents the results of a quantitative and qualitative investigation on 250 cases of "probation" imposed by German criminal courts as a condition in combination with a legally valid final "conditional sentence2 decision. Initially all cases, as investigated by the police, were filed with the State of Baden-Wuerttemberg prosecution authority (district of Ulm) between January 1, 1993 and December 31, 1993, and then tried by the local adult criminal bench courts of first instance (so- called Schoeffengericht, with 1 professional criminal court judge and 2 lay assessors) and the local juvenile bench courts of first instance (so-called Jugendschoeffengericht, 1 professional juvenile court judge and 2 lay assessors). In a few cases of appeal the final decision was taken by a professional judges´ chamber of the regional court of the district of Ulm. The analyzed cases include also convictions according to section 57 Jugendgerichtsgesetz (JGG =Juvenile Court Law) which is usually referred to as "pre-probation", and convitions according to section 27 JGG, which means conditionals suspension of imposing a juvenile imprisonment sentence. The dissertation first focuses on getting a detailed understanding of the judicial practice in determining the length of the probation period. In the second step, the courts´ practices of imposing injunctions and directives , their actual implementation, and their influence on the actual duration of the probation period is elucidated. Finally, the dissertation focuses on the effects of the probation instruction on the course of the probation time and the outcome of the procedure in terms of success and/or failure.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3383
Enthalten in den Sammlungen:Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie
PsyDok

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