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Titel: Die Behandlung rückfallgefährdeter Sexualstraftäter : Forschung und Gesetzgebung in Deutschland, USA und den Niederlanden
Autor(en): Gaenslen, Rüdiger
Erscheinungsdatum: 2005
Serie/Report Nr.: Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie;9
Zusammenfassung: Gegenstand der Arbeit ist einerseits die Forschung und andererseits die Gesetzgebung zur Behandlung rückfallgefährdeter Sexualstraftäter in Deutschland, den USA und den Niederlanden. Untersucht werden für diese exemplarisch ausgewählten Rechtsräume zunächst die geschichtlichen und gesellschaftlichen Hintergründe der Kriminalpolitik im Umgang mit Sexualstraftätern. In einem jeweils zweiten Kapitel wird der aktuelle Forschungsstand möglichst umfassend dargestellt. Hierbei gilt das Augenmerk insbesondere Untersuchungen zu Rückfälligkeit und zur Wirksamkeit von Behandlungsmaßnahmen. Das jeweils dritte Kapitel beschäftigt sich mit der kriminalpolitischen und gesetzgeberischen Entwicklung des Umgangs mit besonders rückfallgefährdeten Sexualstraftätern bis in die jüngste Zeit. Hierbei soll nachvollzogen werden, ob und gegebenenfalls inwieweit der Gesetzgeber die gefundenen Untersuchungsergebnisse in seinen gesetzgeberischen Aktivitäten berücksichtigt hat. Es werden auch Vergleiche zwischen den jeweilig untersuchten Rechtsräumen gezogen. Nachgezeichnet werden die Reformen zur Sexualstraftätergesetzgebung seit Mitte der Neunziger Jahre. Für den deutschen Teil sind dies insbesondere das 6. Strafrechtsreformgesetz und das Gesetz zur Bekämpfung von Sexualdelikten und anderen gefährlichen Straftaten. Weiter sind behandelt die Gesetze zur Einführung der vorbehaltenen (§§ 66a [2002]) und der nachträglich angeordneten Sicherungsverwahrung (§ 66b StGB [2004]) sowie das Gesetz zur Änderung der Vorschriften über die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung im Jahre 2003. Diese Gesetzesreformen werden verglichen mit ähnlichen Sicherungsgesetzen und Gesetzen zur Behandlung und Kontrolle von Sexualstraftätern in Nordamerika und den Niederlanden. Stand von Rechtsprechung und Gesetzgebung ist September 2004.
This study analyses research and legislation on the treatment of sexual offenders, particularly those considered dangerous, in the United States of America, the Netherlands, and Germany. These countries have been selected for the analysis due to their exemplary character in the dominant approach towards controlling and treating of sexual offenders. The analysis concentrates at first on the historical and the current social backgrounds of crime policies regarding sexual offences and offenders. In a second step the analysis tries to assess the latest state of research on sexual offenders, with particular emphasis on the efficacy of treatment endeavours and measures respectively the amount and conditions of recidivism. In a third step the analysis concentrates on the current situation in the selected States, regarding crime policies and concrete legislative acts on dangerous respectively recidivist sexual offenders. Special emphasis is put on the question whether at all and, in the positive case, how far the legislators took empirical research on sexual offences and sexual offenders into consideration. In that realm legislative reforms in the 1990ies in the selected States are scrutinized and evaluated in a comparative manner. As the German situation is concerned some particular federal laws are being analyzed in detail, like the 6th Act on the reform of the Penal Code (1998), the Act on combating of sexual offences and other dangerous offences (1998), the Act introducing the possibility of secondary preventive detention (2002), the Act on reforming the section on Sexual Self-Determination in the Penal Code (2003), and the Act introducing the possibility of conditional preventive detention (2004). Those Acts are then compared with the relevant legislation in the U.S.A. and the Netherlands. Legislation and court decisions are taken into consideration until September 2004.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3387
Enthalten in den Sammlungen:Tübinger Schriften und Materialien zur Kriminologie
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