Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3405
Titel: Eine vergleichende Untersuchung psychomotorischer Testleistungen von autistischen, lern- und geistigbehinderten Schülern mit Hilfe des LOS aus der Testbatterie für Geistigbehinderte
Autor(en): Bodenstein-Jenke, Regina
Erscheinungsdatum: 1980
Zusammenfassung: 1 Die Lernbehinderten hatten das beste Ergebnis; die motorische Gesamtretardierung war gering; es zeigten sich Teilausfälle. 2 Die Autisten erzielten die zweitbeste Leistung; Ganz- und Teilretardierungen traten auf. 3. Die Geistigbehinderten lagen in der Gesamtwertung am niedrigsten; es wurden motorische Gesamtleistungsschwachen und partielle Retadierungen deutlich. Diese Untersuchung ergibt einen statistisch gesicherten Unterschied in den motorischen Leistungen der drei Gruppen. Die besten Ergebnisse hatten die Autisten in der Feinmotorik. Sie haben mit großem Vorsprung die anderen Schüler in der Präzision der Ausfuhrungen feinmotorischer Übungen überrundet. Schwachen und sogar Ausfalle in der zuletzt genannten BK traten bei Lern- und Geistigbehinderten deutlich zutage. Schlechte Resultate kamen bei allen Aufgaben der Grobmotorik, d. h. der dynamischen Koordination des ganzen Korpers kombiniert mit der Bewegungsgeschwindigkeit, vor. Die Lernbehinderten haben einen klaren Vorsprung bei den Aufgaben der Grobmotorik, des Gleichgewichts und der gleichzeitigen Bewegungen, jedoch keinen bei den feinmotorischen Übungen. Verhältnismäßig gute Ergebnisse erwarben die Geistigbehinderten bei der Koordination der oberen Extremitäten, auf vergleichsweise geringerem Niveau hatten sie Erfolg bei den Synchron-Übungen. Bei den Geistigbehinderten wurden Störungen der Gleichgewichtssinne, der Grob- und Feinmotorik sichtbar. Gemeinsame Starken aller drei Gruppen erkennen wir in den Synchronbewegungen und den Koordinationsubungen der oberen Extremitäten. Motorische Schwachen, gar Ausfälle zeigen sich bei allen Gruppen in Gleichgewichtsübungen mit geschlossenen Augen und m schwierigen grobmotorischen Koordinationsaufgaben. Interessant ist, daß die Autisten die gleiche Reihenfolge in der Bewältigung der Motorikkomponenten zu verzeichnen haben wie die Lernbehinderten, allerdings in geringerem Niveaubereich. Diese Ähnlichkeit läßt den Schluß zu, daß die Autisten nicht dem Geistigbehinderten Bereich zuzuordnen sind. * Wissenschaftliche Hausarbeit an der Pädagogischen Hoch¬ schule Berlin, Abt. Sonderpadagogik, Leitung Prof. Dr. Eduard Jorswieck
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3405
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
29.19801_4_27709.pdf_new.pdf1,41 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.