Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/341
Titel: Schicksal, Gerechte-Welt-Glaube, Verteilungsgerechtigkeit und Personbewertung
Autor(en): Schmitt, Manfred
Bräunling, S.
Burkard, P.
Jakobi, F.
Kobel, M.
Krämer, E.
Michel, K.
Nickel, C.
Orth, M.
Schaaf, S.
Sonntag, T.
Erscheinungsdatum: 1990
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral";059
Zusammenfassung: Experimentell überprüft wurde die Gerechte-Welt-Hypothese von Lerner (1980) in ihrer modifizierten Version von Schmitt et al. (1990). 128 studentischen Versuchspersonen wurde über Video ein Interview gezeigt, in dem der Befragte entweder mehrere glückliche oder im Gegenteil mehrere unglückliche Ereignisse aus seinem Leben berichtete (experimenteller Faktor). Als organismische Faktoren wurden die Einstellung zu den Gerechtigkeitsprinzipien Leistung, Gleichheit und Bedürfnis sowie der Glaube an die Gerechte Welt erhoben. Abhängige Variable war die Bewertung des Befragten. Erwartet wurde: (1) Befürworter des Gleichheitsprinzips mit einem starken Glauben an die gerechte Welt werten den Glücklichen ab, den Unglücklichen auf. Befürworter des Gleichheitsprinzips mit einem starken Glauben an eine ungerechte Welt (mit geringen Werten auf der Gerechte-Welt-Skala) verhalten sich umgekehrt. (2) Das Bewertungsverhalten von Befürwortern des Leistungsprinzips ist demjenigen von Befürwortern des Gleichheitsprinzips genau entgegengesetzt. (3) Das Bewertungsverhalten von Befürwortern des Bedürfnisprinzips ist demjenigen von Befürwortern des Gleichheitsprinzips ähnlicher als demjenigen von Befürwortern des Leistungsprinzips. Keine dieser Hypothesen konnte bestätigt werden. Es wurde nur ein allgemeiner Gerechte-Welt-Effekt im Sinne Lerners gefunden. Wenn der Interviewte ein unglückliches Schicksal erlitten hatte, wurde er abgewertet; war ihm viel Glück widerfahren, wurde er positiver beurteilt.
An extended version (Schmitt et al., 1990) of Lerners (1980) just world-hypothesis was tested experimentally. 128 students were shown a video film of an interview. In one condition, the interviewee reported several lucky events that had occured to him recently. In the other condition, he reported unlucky events. Belief in a just world and attitudes towards three principles of distributive justice (equity, equality, and need) were measured as organismic factors. Favorableness of personality characteristics attributed to the interviewee served as the dependent variable. The following hypotheses were tested: (1) Subjects with a positive attitude towards equality and a strong belief in a just world would upgrade the lucky and downgrade the unlucky person. Subjects with a positive attitude towards equality and a strong belief in an unjust world (i.e., subjects with low scores on the belief-in-a-just-world-scale) would downgrade the lucky and upgrade the unlucky person. (2) The evaluations of subjects who prefer the equity principle would be opposite to those of subjects who prefer the equality principle. (3) The evaluations of subjects who prefer the need principle would be more similar to those of subjects who prefer the equality principle than to those of subjects who prefer the equity principle. None of these hypotheses could be confirmed. Instead, results support Lerners general just world hypothesis. The interviewee was evaluated more positively if he reported luck than if he reported bad luck.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/341
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

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