Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3433
Titel: Nutzerorientierte Systementwicklung für den ÖPNV
Autor(en): Findl, Renate
Dahmen-Zimmer, Katharina
Kostka, Markus
Zimmer, Alf
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie im ländlichen Raum der Grafschaft Bentheim untersucht, ob die Verkehrsteilnehmer über das Angebot des ÖPNV informiert sind und wie das bestehende Angebot subjektiv wahrgenommen wird. Ziel der Untersuchung ist es, sowohl die rationalen Motive (z.B. Tarif, Anbindung, Taktung), als auch die emotionalen Motive (z.B. Status, Fahrzeug als eigener Raum, Abhängigkeit, Ertragen von Passivität) für die Nutzung bzw. Nicht-Nutzung des ÖPNV zu erfassen, um dann mit einer Neukonzeption ÖPNV eine möglichst gute Anpassung des Angebots des ÖPNV an den Nutzer vornehmen zu können. Mit einem verbesserten Angebot sollen zum einen die Bedürfnisse der bisherigen Nutzer noch besser zu berücksichtigt werden und zum zweiten neue Nutzer für den ÖPNV zu gewonnen werden. An der Untersuchung nahmen 114 Personen in einer von insgesamt zehn Fokusgruppen teil (Vollzeit und Teilzeit Berufstätige Erwachsene, Schichtarbeiter, Eltern, die Kindern betreuen, Senioren, Schüler und Auszubildende). Sie füllten zuerst einen vorgegebenen Fragebogen (Erhebung soziodemographischer Daten, persönliche Einstellung zum ÖPNV) aus. Danach wurde die Themenstellung in der Gruppe diskutiert (Focusgruppe), wobei sowohl rationale (z.B. Fahrzeit, Unabhängigkeit bzw. Flexibilität, Bequemlichkeit bzw. Komfort, Parkplatzprobleme, Stress, Umweltverträglichkeit), wie auch emotionale Motive (z.B. PKW als Statussymbol, Spaß am Fahren und an Geschwindigkeit, Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit) für die individuelle Verkehrsmittelwahl angesprochen wurden und auch neue Gesichtspunkte der Gruppenteilnehmer aufgegriffen wurden. Geplante neue Verkehrskonzepte (flexibles Angebot, Bedarfshaltestellen) wurden vorgestellt und ihre Akzeptanz geprüft. Vorteile dieser Vorgehensweise sind, dass anders als bei Hauswurfsendungen mit großer Wahrscheinlichkeit alle angesprochenen Personen antworten und darüber hinaus zusätzliche Gesichtspunkte erwähnen, die bei den vorformulierten Fragen nicht berücksichtigt werden.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3433
Enthalten in den Sammlungen:Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP); Sektion Verkehrspsychologie: 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie, Universität Regensburg 2002
PsyDok

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