Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3438
Titel: Flensburger Evaluationsmodell zur Legalbewährung - ein Konzept zur statistischen Evaluation von Maßnahmen des "Driver Improvements"
Autor(en): Schade, Franz-Dieter
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Gegenstand der Ausführungen ist ein optimiertes Verfahren zur statistischen Evaluation von Maßnahmen des "Driver Improvements", hier als Flensburger Evaluationsmodell zur Legalbewährung (FLEML) bezeichnet. Es geht dabei im Sinne einer summativen Evaluation darum, die Auswirkung der Maßnahmen auf das Verkehrsgeschehen zu ermitteln, um darüber den grundsätzlichen Nachweis der Wirksamkeit der Maßnahmen zu führen. Mit diesem Verfahren soll ein Maßstab für die Bewertung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen gesetzt werden, hier insbesondere für die Qualitätssicherung von Kurs-, Seminar- oder Beratungsmodellen zum Aufbau, zum Erhalt oder zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung. Auch diagnose- und regelgeleitete Entscheidungen zur Kraftfahreignung - etwa im Rahmen der medizinisch-psychologischen Begutachtung - gehören zu den hier gemeinten individuellen Maßnahmen, auch wenn sie, wie im Falle eines positiven Gutachtens, nicht mit einer eigentlichen Behandlung, sondern nur mit einer Zuweisung verbunden sind. Die verschiedenen Maßnahmen (Begutachtungs-, Beratungs-, Kurs-, Seminar-, Nachschulungsmodelle) werden im Folgenden pauschal als "Maßnahmen", die durchführenden Stellen dieser Maßnahmen pauschal als "Anbieter", die Klienten als "Teilnehmer" und die in die Evaluation einbezogene Klientengruppe als "Behandlungsgruppe" angesprochen. Das Verfahren soll einer Reihe von Kriterien genügen, um gehobenen Ansprüchen sowohl aus Feldern der Praxis als auch der Wissenschaft zu entsprechen. Es soll insbesondere auch den erhöhten Anforderungen an die Evaluation von Kursen zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung nach § 70 FeV genügen. Die Anbieter haben dabei in einem Evaluationsverfahren nachzuweisen, dass die Teilnehmer mit ihrer Kursteilnahme eine ausreichende Kraftfahreignung erlangen. Das Verfahren soll statistisch-methodisch abgesichert und wissenschaftlich anerkannt sein, standardisiert sein, d. h. einem einheitlichen, routinemäßigen Vorgehen folgen, die beim Anbieter sowie bei Behörden ohnehin vorliegenden Informationen über den Teilnehmer nutzen, diese Informationen statistisch voll ausschöpfen, den Datenschutzbestimmungen genügen. Zu behandeln ist sowohl das Verfahren der Datenerhebung und -auswertung für die Behandlungsgruppe (Teilnehmer der Maßnahmen) wie auch für die Gewinnung von Referenzwerten. Ziel ist es, unter Gesichtspunkten der theoretischen Anforderungen einen "Standard" für die Evaluation festzulegen. Spätere Überlegungen müssen zeigen, wie unter pragmatischen Gesichtspunkten ein vertretbar reduziertes Verfahren zu beschreiben ist, das für den Anbieter praktikabel und finanzierbar.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3438
Enthalten in den Sammlungen:Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP); Sektion Verkehrspsychologie: 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie, Universität Regensburg 2002
PsyDok

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