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Titel: Alkoholabstinenz und Konformitätsmotiv: Zur Relevanz ethologischer und soziobiologischer Erkenntnisse für die Prävention von Rückfällen bei alkoholauffälligen Kraftfahrern
Autor(en): Stephan, Egon
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Bei dem Großteil der Verkehrsteilnehmer, denen die Fahrerlaubnis wegen Alkohol am Steuer entzogen wird, liegt ein chronisch problematisches Trinkverhalten vor. Für eine positive Verkehrsverhaltensprognose ist in entsprechenden Fällen, häufig auch ohne dass Alkoholabhängigkeit diagnostiziert wurde (also bei bloßem Missbrauch), für die Zukunft konsequenter Alkoholverzicht erforderlich. Der Nutzen des konsequenten Alkoholverzichtes für das Wohlbefinden und die gesamte Lebensführung (auch unabhängig von der Fahrerlaubnis) kann den Betroffenen in der Regel mit "Vernunftargumenten" anhand seiner Selbstbeobachtungen plausibel nahegebracht werden. Dies ist vor allem deshalb möglich, weil wegen der Toleranzentwicklung die positiven Effekte des Alkohols als Genussmittel bei diesen Fällen ohnehin längst in den Hintergrund getreten sind. Allerdings misslingt dennoch häufig das dauerhafte Beibehalten des Alkoholverzichts. Dies wird in der Regel damit erklärt, dass in einer den Alkoholkonsum forcierenden sozialen Umgebung die Betroffenen dem "Gruppendruck" zum Alkoholkonsum nicht widerstehen können. In diesem Beitrag soll vor allem die These dargelegt und begründet werden, dass für die Wiederaufnahme des Alkoholkonsums in der Regel weniger der "Gruppendruck" oder die Gier nach Alkohol ausschlaggebend ist, sondern vielmehr der Wunsch des Betroffenen, sich konform zu verhalten, d. h. dem Wunsch der informellen gesellschaftlichen Norm zu entsprechen, die besagt, dass Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft zur angemessenen Lebensführung "dazugehört" bzw. das "normale" Verhalten darstellt.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3454
Enthalten in den Sammlungen:Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP); Sektion Verkehrspsychologie: 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie, Universität Regensburg 2002
PsyDok

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