Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3647
Titel: Simplify your Interface - Wie die Auswertung von User Logs das Design einer Suchoberfläche beeinflusst - am Beispiel der Weiterentwicklung von PSYNDEX Direct
Autor(en): Weiland, Peter
Baier, Christiane
Erscheinungsdatum: 2010
Herausgeber: Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID)
Leibniz Institute for Psychology Information (ZPID)
Zusammenfassung: Das Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) bietet seit 2005 seine Datenbank PSYNDEX auch mit einer selbst entwickelten Oberfläche für Individualkunden an. Beim Design der Anwendung flossen neben Ergebnissen aus Nutzerbefragungen auch die Erfahrungen von Information Professionals mit ein. Dabei wurde auf einen Kompromiss zwischen Einfachheit und Komplexität geachtet, so dass auch Nicht-Profinutzer zu sinnvollen Suchergebnissen gelangen können. Professionellen Rechercheuren stehen Mechanismen wie eine Thesaurus Suche, Indizes über verschiedene Suchfelder und eine Suchhistorie mit Suchschrittnummernsuche zur Verfügung, mit der auch komplexe Suchstrategien aufgebaut werden können. Seit dem Onlinegang der Rechercheoberfläche werden anonymisiert die Interaktionen der Nutzer - häufig Psychologen in Kliniken oder sozialen Einrichtungen - mit der Suchoberfläche erfasst und ausgewertet. Zu den dabei erhobenen Daten gehören beispielsweise die Anzahl der Suchschritte pro Session, die Anzahl von Begriffen pro Suchanfrage, welche Operatoren verwendet werden, welche Funktionen der Oberfläche genutzt werden (z.B. Index-Display, Thesaurus Suche, Anzeigeeinstellungen) und in welchen Datenbankfeldern gesucht wird. Aus den über einen Zeitraum von fünf Jahren gesammelten Daten konnten viele Erkenntnisse gewonnen werden, wie Nutzer suchen und welche Funktionalitäten angenommen werden. In der Regel bauen Nutzer initial keine komplexen Suchen auf. Obwohl die für ein Datenbankretrieval spezifische Funktionalität der Suche in Feldern genutzt wird, bleiben die Suchen durch die Eingabe nur eines Terms in vielen Fällen eher einfach. Viel genutzt werden die in den Ergebnisansichten enthaltenen Links (z.B. verlinkte ISSNs, Schlagwörter, Autorennamen) um zu weiteren passenden Treffern zu gelangen. Die oben beschriebenen, "fortgeschrittenen" Funktionen von PSYNDEX Direct wie die Index-Displays über die verschiedenen Suchfelder, die Suche mit bzw. im Thesaurus oder auch die Suchhistorie mit der Speicherung von Suchprofilen spielen für die Nutzerklientel hingegen kaum eine Rolle. Diese Erfahrungen haben direkt die Entwicklung der Nachfolgeversion beeinflusst, die 2010 veröffentlicht werden soll. Beim Nachfolger stehen daher insbesondere "explorative" Suchmöglichkeiten im Vordergrund, d.h. ausgehend von einer einfachen Anfrage soll sich der Nutzer über eine Facettennavigation zu seinem gewünschten Suchergebnis vorarbeiten können. Ebenso wurden die Anzeige- und Sortiereinstellungen vereinfacht, so dass ein Nutzer sehr schnell zu den gewünschten Informationen gelangen kann. In dem Beitrag werden die verschiedenen Erkenntnisse hinsichtlich des Nutzerverhaltens, die aus den Logdaten abgeleitet werden können, beschrieben und es werden die daraus gezogenen Schlüsse für das Design der Nachfolgeversion dargestellt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Nutzer Schwierigkeiten mit der Formulierung komplexer Suchanfragen haben und sich daher auf einfache Anfragen beschränken, die keine intensive Beschäftigung mit der Suchoberfläche bedingen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3647
Enthalten in den Sammlungen:ZPID
PsyDok

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