Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3707
Titel: Einsatz von Bindungsdiagnostik bei familiengerichtlicher Begutachtung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Autor(en): Besier, Tanja
Ziegenhain, Ute
Fegert, Jörg M.
Künster, Anne Katrin
Erscheinungsdatum: 2012
Zusammenfassung: Die prognostische Einschätzung der kindlichen Entwicklung im Kontext des bestehenden Familiensystems spielt in familiengerichtlichen Entscheidungsprozessen eine wichtige Rolle. Insbesondere bei sehr kleinen Kindern und hinsichtlich ihrer sozio-emotionalen Entwicklung fehlen diesbezüglich bislang empirisch abgesicherte diagnostische Verfahren. Verdeutlicht wird, dass die Bindungsforschung hier Forschungsverfahren zur Verfügung stellt, die für die klinische Praxis nutzbar gemacht werden können. Dabei gilt es vor allem, eine Risikoabschätzung des elterlichen Beziehungs- und Erziehungsverhaltens zu ermöglichen. Exemplarisch wird die Bindungsdiagnostik im Rahmen einer familiengerichtlichen Begutachtung zur Notwendigkeit von Maßnahmen gemäß §1666 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) dargestellt. Die Risikoabschätzung erfolgte sowohl durch direkte Prüfung der Interaktion zwischen der Mutter und dem zehn Monate alten Säugling als auch in Bezug auf die internen Bindungsrepräsentationen beider Elternteile. Eingesetzt wurden der "Fremde-Situations-Test" zur Erfassung der Bindungsqualität, der "CARE-Index" zur Erfassung der Feinfühligkeit der Eltern im Umgang mit dem Baby, sowie das "Adult Attachment Interview" und das "Adult Attachment Projective" zur Erfassung der Repräsentationen der Eltern.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3707
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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