Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/371
Titel: Positive Effekte sozialen Faulenzens beim Lösen komplexer Probleme
Sonstige Titel: Positive effects of social loafing when solving complex problems
Autor(en): Feuchter, Annette
Funke, Joachim
Erscheinungsdatum: 2004
Zusammenfassung: Mit dem Begriff "Soziales Faulenzen" sind Motivations- und Leistungsverluste in Gruppen bezeichnet worden, die durch sinkende Verantwortlichkeit der Gruppenteilnehmer für das Leistungsergebnis entstehen. Neuere Studien ließen daran Zweifel aufkommen und postulierten ein paradoxes Verhältnis von Motivation und Gruppenleistung derart, dass bei geringerer Motivation höhere Leistung zu erwarten sei. Die vorliegende Arbeit dient der Klärung dieser Frage. Es werden zwei Experimente berichtet, in denen jeweils 60 Personen in Dreiergruppen ein schwieriges computersimuliertes Waldbrand-Szenario (Networked Fire Chief) berarbeiteten. Variiert wurden die Schwierigkeit (leichte versus schwierigere Version) sowie die Verantwortlichkeit (koaktiv versus kollektiv). Während in Exp. 1 die Teilnehmenden nur auf dem ihnen zugewiesenen Spielfeld-Teil agieren konnten, konnten sie in Exp. 2 auf allen Teilfeldern agieren. Gemessen wurden Anstrengung und Leistung auf individueller wie Gruppenebene. Im Ergebnis zeigt sich unter Bedingungen kollektiver Verantwortlichkeit erwartungsgemäss ein Nachlassen der Anstrengung. Interessanterweise führt dies jedoch nicht zu einem Abfall der Leistung; unter der schwierigeren Bedingung zeigt sich sogar paradoxerweise eine erhöhte Leistung bei sinkender Anstrengung. Diskutiert werden die Konsequenzen für die Theorie kollektiver Anstrengung von Karau und Williams, deren Modell wohl um weitere Einflussfaktoren ergänzt werden muss.
The term "social loafing" refers to a decrease in motivation and achievement in group work due to sinking responsibility of the individual for the groups' outcome. Recent studies assume a paradoxical relation between motivation and outcome, which should produce better outcome with decreased motivation. The current study addresses this question. Two experiments with N=60 subjects working in groups of 3 are reported. Subjects had to deal with a computer simulated scenario of a fire fighting situation. There was a simple and a more complex version; also, individual responsibility for the groups' outcome was either given (coactive condition) or not (collective condition). During experiment 1, subjects could only deal with their own section of the scenario; in experiment 2, they were allowed to work on the whole field. Dependent variables were effort (in terms of commands given) and achievement (in terms of space saved). It turned out that under collective responsibility effort was reduced but this did not lead to decreased achievement. Under the complex condition, with decreased effort even an increase in achievement could be demonstrated. Implications for the collective effort model presented by Karau and Williams are discussed.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/371
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