Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3785
Titel: Was bedeutet „Testpflege“? – Zur Qualitätssicherung von Persönlichkeitsfragebogen
Autoren: Fahrenberg, Jochen
Hampel, Rainer
Stichwörter: Qualitätskontrolle, Persönlichkeitsfragebogen, Normierung, Validierung, Freiburger Persönlichkeitsinventar
quality control, personality questionnaire, test standardization, validation, Freiburg Personality Inventory
Erscheinungsdatum: 20-Jul-2020
Zusammenfassung: Für psychologische Tests und deren Anwendung wurden Richtlinien der Qualitätssicherung entwickelt, insbeson-dere in dem Testbeurteilungssystem TBS-DTK des Diagnostik- und Testkuratorium (2018) und in den Guidelines der International Test Commission (2005, 2013, 2015, 2017). Im weiteren Sinn umfasst Qualitätssicherung den gesamten Prozess eines kontinuierlichen Qualitätsmanagements, an dem die Testautoren und der Verlag sowie die Anwender und die Rezensenten Anteil haben. Jede neue Auflage eines Tests bietet die Gelegenheit, qualitäts-verbessernde Befunde und Überlegungen aufzunehmen. Einige dieser Aspekte werden am Beispiel der dritten Normierungsstudie zum Freiburger Persönlichkeits-inventar FPI diskutiert. Nach den bevölkerungsrepräsentativen Normierungen in den Jahren 1982 (nur West-deutschland) und 1999, die keine erheblichen Abweichungen ergaben, war es zur aktuellen Qualitätskontrolle angebracht, die Normen und die Skalenkonstruktion erneut zu überprüfen. Tatsächlich sind die Normwerte der Altersgruppen 16-19 und 20-29 anzupassen. Die Unterschiede sind hauptsächlich in den Bereichen Leistungsori-entierung, Aggressivität, Extraversion und Emotionalität zu erkennen. Weitere Aspekte der Qualitätssicherung werden nur kurz diskutiert. Über die testkonstruktiven Analysen und die Integration von neueren Validitätshin-weisen wird im Testmanual der 9. Auflage (Fahrenberg, Hampel & Selg, 2020) ausführlich berichtet – auch in der Absicht, die geforderte kritisch-methodenbewusste Anwendung von Persönlichkeitsfragebogen zu unterstützen. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für Skalenkonstruktion, Normierung und Validierung hinsichtlich externer Kriterien ist so hoch, dass kooperative Projekte zur Qualitätskontrolle – und künftig bereits zur Entwicklung – mehrdimensionaler Persönlichkeitsfragebogen zu erwägen sind.
Beschreibung: Quality Control of Personality Questionnaires Abstract: Quality control, broadly, covers the entire process of continuous quality management, in which the test authors and the publisher, as well as the users and the reviewers participate. Some of these aspects are discussed using the example of the third standardization study of the Freiburg Personality Inventory FPI. The previous standardization studies (1982, West Germany only, and 1999), based on representative samples of the German adult population, did not show substantial deviations. For the current quality control, it appeared appropriate to re-examine the FPI-norms and the scale construction. In fact, the Stanine norms for the age groups 16-19 and 20-29 should be adjusted. Differences can be seen mainly with respect to ‘achievement orientation’, ‘aggressive-ness’, ‘extraversion’ and ‘neuroticism’. Other aspects of quality control are only briefly discussed. The scale con-struction and new evidence of validity are reported in detail in the new test manual (Fahrenberg, Hampel & Selg, 2020, 9th edition). Time and financial efforts for scale construction, standardization, and validation with regard to external criteria is so complex that cooperative projects for quality control of multi-dimensional personality questionnaires have to be considered, even during the test development phase.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3785
Enthalten in den Sammlungen:PsyDok

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