Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/392
Titel: Ungerechtigkeitssensibilität, Informationsverarbeitung und Verhalten: Skizze eines Forschungsvorhabens
Autor(en): Baumert, Anna
Fetchenhauer, Detlef
Schlösser, Thomas
Schmitt, Manfred
Erscheinungsdatum: 2007
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral";166
Zusammenfassung: Untersuchungen der eigenen Arbeitsgruppen und anderer Autoren belegen die zeitliche Stabilität und transsituative Konsistenz individueller Unterschiede in der Sensibilität für Ungerechtigkeiten. Diese lässt sich anhand von vier Indikatoren messen, der Häufigkeit erinnerter Ungerechtigkeiten, der Intensität emotionaler Reaktionen auf Ungerechtigkeit, der Rumination über Ungerechtigkeitserlebnisse und der Bereitschaft zu Handlungen, die geeignet sind, Gerechtigkeit wieder herzustellen. Erst ansatzweise sind die Informationsverarbeitungsprozesse bekannt, die mit Ungerechtigkeitssensiblität einhergehen und die zu ihrem tieferen Verständnis beitragen würden. Das geplante Projekt soll mit fünf Untersuchungen zur Schließung dieser Lücke beitragen. Auch ist erst sporadisch untersucht, unter welchen Bedingungen Reaktionen auf Ungerechtigkeit von der Ungerechtigkeitssensibilität abhängen und über welche kognitiven und emotionalen Vermittlungsprozesse sich die Verhaltenswirksamkeit der Ungerechtigkeitssensiblität vollzieht. Auch zur Schließung dieser Lücke soll das geplante Projekt mit fünf weiteren Studien beitragen. Die insgesamt zehn Untersuchungen sollen kooperativ in Köln und Landau durchgeführt werden. Gegenstand der Landauer Untersuchungen sollen in der ersten Projektphase (Jahre 1 und 2) die Informationsverarbeitungsprozesse sein, die durch Ungerechtigkeitssensibilität geformt werden. Der Schwerpunkt der Kölner Studien wird in dieser Phase auf den Verhaltenskonsequenzen der Ungerechtigkeitssensibilität liegen. In der zweiten Projektphase (Jahre 3 und 4) sollen die in Landau identifizierten Informationsverarbeitungsprozesse und die in Köln identifizierten Verhaltenskonsequenzen theoretisch integriert werden. Insbesondere soll dann empirisch geklärt werden, ob die bereits bekannten und die noch zu ermittelnden kognitiven Prozesskomponenten den Effekt der Ungerechtigkeitssensibilität auf Verhalten vermitteln.
Individual differences in sensitivity to injustices are consistent and stable over time as research by this group and other authors has shown. Justice Sensitivity can be reliably measured by four indicators: (1) reported frequency of perceived injustice, (2) strength of emotional reaction toward injustice, (3) intrusiveness of thoughts about experienced injustice, and (4) willingness to act in order to restore justice. Cognitive structures and processes that underlie differences in Justice Sensitivity remain largely unknown. The outlined project aims at closing this gap by means of five studies. A further aim of the research project is to investigate the conditions under which reactions to injustice depend on Justice Sensitivity as well as the cognitive and emotional processes that mediate effects of Justice Sensitivity on behaviour. Five further studies are planned to attain this goal. Research is conducted in cooperation of the research groups in Cologne and Landau. In the first phase of the project (first and second year), the main focus of the research conducted in Landau will be on information processing shaped by Justice Sensitivity. The focus of the studies conducted in Cologne will be on behavioural consequences of Justice Sensitivity. In the second phase of the outlined project (third and fourth year), the results will be theoretically integrated: Most importantly, it is aimed at empirically establishing the identified cognitive processes as mediators of the identified behavioural consequences of Justice Sensitivity.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/392
ISBN: 1430-1148
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

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