Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/398
Titel: Distributive justice research from an interactionist perspective
Autor(en): Schmitt, Manfred
Barbacsy, R.
Binz, S.
Buttgereit, C.
Heinz, J.
Hesse, J.
Kraft, S.
Kuhlmann, N.
Lischetzke, T.
Nisslmüller, K.
Wunsch, U.
Erscheinungsdatum: 1994
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral";77
Zusammenfassung: Seven interactionist studies on distribution behavior and distributive justice judgments are described, three of which were conducted in the present research. The general assumption of all studies was that individual preferences for distribution principles are functionally equivalent to situation factors which are known to influence preferences for distribution principles, such as the relative achievement of the recipients or the social relation between them. Individual preferences are conceptualized as traits on which individuals differ. The general interactionist hypothesis was that individual differences in preferences for distribution principles interact with functionally equivalent situation factors, such that individual differences and situational differences affect distribution behavior and justice judgments synergetically. This means that the variation of situational characteristics such as needs of recipients makes a larger difference for individuals who score high on the preference for the corresponding distribution principle than for subjects with a low preference for the principle (the need principle in this case). Equivalently, individual differences in the preference for a certain distribution principle should make a larger difference in cases where a functionally equivalent characteristic of the situation is pronounced or salient than in cases where the situational characteristic is less pronounced or salient. The results from the reported empirical studies accord only partially to this interactionist reasoning. Substantive and formal arguments are presented which may explain the differences in results between studies. It is concluded that it may be useful or even necessary to consider higher order interactions and that the assumption of linear interactions may be to simple.
Sieben interaktionistische Untersuchungen (vier bereits publizierte von anderen Autoren, drei neue eigene) zur Verteilungsgerechtigkeit werden vorgestellt und vergleichend diskutiert. In allen Untersuchungen wird von der Annahme ausgegangen, daß individuelle Präferenzen für Verteilungsprinzipien, theoretisch konzipiert als Eigenschaften der Person, bestimmten Situationsmerkmalen, die Verteilungsentscheidungen beeinflussen, funktional äquivalent sind. Die interaktionistische Hypothese lautet, daß funktional äquivalente Person- und Situationsmerkmale sich interaktiv auf Verteilungsentscheidungen und Gerechtigkeitsurteile auswirken, also synergetisch wirken. Dies bedeutet, daß die Variation eines bestimmten Situationsmerkmals, z.B. das Ausmaß der Bedürftigkeit eines der Rezipienten, bei Personen mit einer starken Präferenz für das entsprechende Verteilungsprinzip (hier das Bedürftigkeitsprinzip) einen größeren Unterschied im Verteilungsverhalten oder im Gerechtigkeitsurteil macht als bei Personen mit geringer Präferenz für das Prinzip. Entsprechend sollten individuelle Unterschiede in der Präferenz für ein Verteilungsprinzip sich in Situationen, in denen das entsprechende Verteilungskriterium als Situationsmerkmal stark ausgeprägt ist, stärker auf das Verteilungsverhalten oder das Gerechtigkeitsurteil auswirken als in Situationen, in denen das Situationsmerkmal schwach ausgeprägt ist. Die Befunde der berichteten Untersuchungen stimmen mit dieser allgemeinen Vorhersage nur teilweise überein. Es werden theoretische und methodisch-formale Überlegungen zur Erklärung der Ergebnisunterschiede zwischen den Untersuchungen angestellt. Dabei werden Interaktionen höherer Ordnung erwogen, und es wird argumentiert, daß die Annahme linearer Interaktionen möglicherweise zu einfach ist und zugunsten nichtlinearer Moderatoreffekte aufgegeben werden muß.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/398
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

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