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Titel: Distributive justice research from an interactionist perspective III: When and why do attitudes interact synergetically with functionally equivalent situation factors?
Autor(en): Schmitt, Manfred
Dombrowsky, C.
Kühn, W.
Larro-Jacob, A.
Puchnus, M.
Thiex, D.
Wichern, T.
Wiest, A.
Wimmer, A.
Erscheinungsdatum: 1996
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral";102
Zusammenfassung: Synergetic interactions are considered a special case of person-situation interactions and are defined as interactions between functionally equivalent person and situation factors that amplify each other. Synergetic interactions are core elements of several psychological constructs, models, and theories such as Spielberger's trait-state theory or the general diathesis-stress model. The present paper considers synergetic interactions in justice related behavior. Studies testing synergetic effects that follow from justice motive theory and the belief in a just world construct are reviewed briefly. A series of experiments is described in detail in which the synergetic assumption was tested for attitudes toward principles of distributive justice and allocation behavior. The findings from these studies are inconsistent with an interaction found in some experiments but not in others. It is suggested that normative constraints uniformed behavior in some conditions in a way that counteracted the synergetic effect and neutralized it. This conjecture was tested. Several strategies were employed for losening situation strength due to normative constraints. Two strategies were successful: (1) reducing subjects' responsibility for the final outcome of their decision by having them allocate chances to win rewards instead and having them allocate rewards directly and (2) assigning subjects the role of a neutral judge instead of the role of corecipient. As a consequence of losening normative constraints, synergetic interactions between attitudes and functionally equivalent situation factors were found. General implications of these findings for interactionist research are discussed. It is suggested that varying differences in situation strength may account for some of the inconsistent findings in interactionist research.
Die Annahme synergetischer Effekte im Sinne sich wechselseitig verstärkender funktional äquivalenter Person- und Situationsfaktoren ist zentraler Bestandteil verschiedener Konstrukte, Modelle und Theorien, beispielsweise der Trait-State-Theorie von Spielberger oder des allgemeinen Diathese- Streß-Modells. In der Arbeit werden synergetische Person-Situation-Interaktionen im Gerechtigkeitsverhalten behandelt. Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Forschung zu synergetischen Interaktionen gegeben, die sich aus der Gerechtigkeitsmotivtheorie und dem Konstrukt des Glaubens an eine gerechte Welt ableiten lassen. Dann wird eine Serie von Experimenten beschrieben, in denen die Annahme synergetischer Interaktionseffekte zwischen Einstellungen zu Prinzipien der Verteilungsgerechtigkeit und funktional äquivalenten Situationsfaktoren auf das Aufteilungsverhalten geprüft wird. Die Ergebnisse waren inkonsistent. Unter manchen Bedingungen wurde eine Synergieeffekt gefunden, unter anderen nicht. Das Ausbleiben von Synergieeffekten wird damit erklärt, daß soziale Normen in einigen experimentellen Bedingungen das Aufteilungsverhalten uniformieren und unterschiedliche Situationsstärken den Synergieeffekt neutralisieren. Diese Hypothese wurde untersucht, indem die normativen Restriktionen der starken Situationen experimentell zu reduzieren versucht wurden. Zwei Strategien erwiesen sich als erfolgreich: (1) die Vp verteilt statt Geld Wahrscheinlichkeiten, Geld zu gewinnen, (2) die Vp befindet sich in der Rolle eines neutralen Richters statt in der Rolle eines Korezipienten. Unter diesen Bedingungen wurde die synergetische Interaktione gefunden. Die Implikationen der Befunde für interaktionistische Forschung werden erörtert. Es wird vermutet, daß das inkonsistente Befundmuster in interaktionistischen Forschungsprogrammen unter andem auch auf variable Unterschiede in den Situationsstärken zurückgeht.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/408
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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