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Titel: Die Effektivität von schriftlichen und graphischen Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln. Poster vorgestellt auf dem 45. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, Nürnberg 2006.
Sonstige Titel: The effectiveness of written and graphic health warnings on cigarette packs. Poster presented at the 45th Congress of the German Psychological Association, Nürnberg 2006.
Autor(en): Petersen, Lars-Eric
Lieder, Falk
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Unsere experimentelle Studie untersuchte die Wirkung von schriftlichen und graphischen Warnhinweisen auf jugendliche Raucher. 336 jugendlichen Rauchern (Durchschnittsalter: 15 Jahre) wurden 6 Abbildungen von Zigarettenschachteln vorgelegt. In den Experimentalbedingungen waren auf die Schachteln entweder aktuell in Deutschland eingesetzte, schriftliche Warnhinweise, oder von der Europäischen Kommission vorgeschlagene, kombinierte Warnhinweise mit Farbfotos aufgedruckt. Auf den in der Kontrollbedingung abgebildeten Schachteln befanden sich keine Warnhinweise. Danach wurden "Furcht", "Schweregrad der Schädigung", "Wahrscheinlichkeit der Schädigung", "Handlungswirksamkeitserwartungen" und "Selbstwirksamkeitserwartungen", sowie die Verhaltenswahrscheinlichkeit, weniger oder leichtere Zigaretten zu rauchen, gemessen. An diesen Daten wurde das revidierte Modell der Schutzmotivation von Arthur und Quester (2004) mit Methoden der Strukturgleichungsmodellierung überprüft. Die Kernhypothese des Modells, dass die Wirkung von "Schweregrad der Schädigung" und "Wahrscheinlichkeit der Schädigung" auf die Verhaltenswahrscheinlichkeit über den Mediator Furcht vermittelt wird, konnte beibehalten werden. Allerdings konnte durch Multigruppenvergleiche gezeigt werden, dass die Faktoren "Handlungswirksamkeitserwartungen" und "Selbstwirksamkeitserwartungen" den Zusammenhang zwischen Furcht und Verhaltenswahrscheinlichkeit, entgegen der Annahmen des revidierten Modells der Schutzmotivation, nicht moderieren. In unserer Untersuchung bewirkten weder schriftliche noch graphische Warnhinweise eine signifikante Veränderung gegenüber der Kontrollgruppe.
Our experimental study assessed the effect of written and graphic fear appeals on juvenile smokers. 336 juvenile smokers (average age: 15 years) were shown 6 pictures of cigarette packs. In the experimental conditions the cigarette packs displayed a selection of either the written health warnings currently used in Germany or the graphic warnings proposed by the European Commission. In the control condition the cigarette packs bore no health warnings. After that the factors "fear', perceived "severity of harm', "probability of harm', "response efficacy', "self-efficacy' and probability of smoking fewer or lighter cigarettes were measured. These data were used to test the revised model of protection motivation (Arthur, & Quester, 2004) with structural equation modeling techniques. The model's main hypothesis that the effects of perceived "severity of harm' and "probability of harm' on the probability of smoking fewer or lighter cigarettes are mediated by "fear' could be retained. However, multi-group comparisons indicated that neither "self-efficacy' nor "response efficacy' moderates the effect of "fear' on the probability of this behavior. Our results did not show any significant effect of written or graphic warning labels on juvenile smokers relative to the control condition.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/414
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