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Titel: Organisationskultur als Arbeitsbelastung: Ihr Einfluss auf das Beanspruchungserleben der Mitarbeiter
Autor(en): Hase-Etzler, Sabrina
Jöns, Ingela
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: Organisationskultur wird im Rahmen betrieblicher Gesundheitsförderung neben Personalstruktur sowie Aufbau- und Ablauforganisation als Quelle von Beanspruchung diskutiert (Badura, Ritter & Scherf, 1999). Durch eine Befragung wurde untersucht, inwiefern das Beanspruchungserleben der Mitarbeiter durch die Organisationskultur beeinflusst wird — dies sowohl direkt als auch indirekt über die stressrelevanten Merkmale soziale Unterstützung und Handlungsspielraum. Zur Erfassung der Organisationskultur wurden die Aspekte Strategie, Struktur und Interaktion herangezogen. Sie charakterisieren je nach Beschaffenheit die individuelle Kultur einer Organisation (Jöns, Hodapp & Weiss, 2005). Erfasste Skalen des Beanspruchungserlebens sind Arbeitsüberlastung, Arbeitsüberforderung, Erfolgsdruck, Arbeitsunzufriedenheit, Soziale Überlastung, Mangel an sozialer Anerkennung, Soziale Spannungen sowie Soziale Isolation (Schultz, Schlotz & Becker, 2004). Soziale Unterstützung und Handlungsspielraum wurden aufgrund ihrer Bedeutung als stressrelevante Merkmale in das Untersuchungskonzept einbezogen. Anhand von Strukturgleichungsmodellen konnten faktorenanalytische und regressionsanalytische Berechnungen verknüpft werden. Die Ergebnisse zeigen, dass erwartungsgemäß ein geringer, aber dennoch signifikanter Einfluss der Organisationskultur auf das Beanspruchungserleben vorliegt: Eine Organisationskultur, die gekennzeichnet ist durch vertrauensvolle und teamförderliche Führung, unbürokratische Strukturen, durch Kooperation und Vertrauen geprägte Zusammenarbeit sowie hohe Leistungsorientierung führt in geringem aber signifikantem Maße zu einem geringeren Beanspruchungserleben der Mitarbeiter. Die Interaktionsaspekte Führung und Zusammenarbeit wirken dabei am stärksten. Die Ergebnisse liefern einen empirischen Hinweis für die Relevanz der Organisationskultur als Belastungsfaktor. Diskutiert wird abschließend, inwiefern methodische und konzeptionelle Weiterentwicklungen zu einem differenzierteres Bild der in der Literatur zu betrieblicher Gesundheitsförderung beschriebenen Belastungsfaktoren von Organisationen führen könnten.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/424
ISBN: 1616-9395
Enthalten in den Sammlungen:Mannheimer Beiträge zur Wirtschafts- und Organisationspsychologie
PsyDok

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