Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/430
Titel: Psychoanalytische Betrachtungen zum möglichen Zusammenhang zwischen Borderline-Persönlichkeitsstörung und infantiler Missbrauchserfahrung
Sonstige Titel: Analytical Considerations Concerning the Potential Correlation between Borderline Personality Disorder and Sexual Childhood Abuse
Autor(en): Prousa, Daniela
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: Der vielfach nachgewiesene statistische Zusammenhang zwischen infantiler Missbrauchserfahrung und der Entwicklung einer Borderline-Persönlichkeitsstörung wird psychoanalytisch aufgeschlüsselt. Fünf Positionen werden beleuchtet: a)Das Fundament der BPS bilden präödipale Entwicklungsdefizite, die an sich nicht mit Missbrauch in Zusammenhang zu bringen sind; b)Auf dem Grund der BPS findet sich ein präödipales Missbrauchstrauma; c)Auch ohne vorangegangene präödipale Entwicklungsdefizite kann - selbst postödipal erlebter — Missbrauch strukturzerstörend wirken und eine BPS verursachen; d)Die im Zusammenhang mit der BPS diskutierten "erinnerten" Missbrauchsszenarien können vor allem auch, anstatt realitätsfundiert zu sein, in Teilen oder im Ganzen nur der psychischen Realität der Patientin entspringen; e)Die in vermeintlichem Zusammenhang mit der BPS stehenden Missbrauchserinnerungen während einer Psychotherapie kommen vor allem durch Suggestion zustande. Nach kritischer Reflektion unter verschiedenen Perspektiven, darunter der, dass die Thematik zu Extrempositionen verführt, steht das Fazit der ätiologischen Gleichwertigkeit von schweren frühen Frustrationen und schweren postödipalen Missbrauchstraumata sowie von real erlebtem Missbrauch und phantasiertem. Für das Verständnis des Einzelfalls wird die Auffächerung der Nomothetik in die aus diesen vier Elementen möglichen Kombinationen betont.
The frequently proven correlation between sexual childhood abuse and borderline personality disorder will be itemized, highlighting five viewpoints: a)Preoedipal developmental deficiencies are the basis of borderline disorder, childhood abuse is not implied; b)The borderline disorder is rooted in childhood abuse; c)Even postoedipal abuse can effect borderline personality disorder, also without anteceded developmental deficiencies; d) Patients "memories" concerning childhood abuse are primarily to be taken as fantasies ascending "psychic reality"; e)Memory of sustained childhood abuse during therapy is first and foremost suggested by the therapist and is not associated with borderline etiology. After critical reflection from different angles the following conclusion is drawn: severe frustration in the early mother-infant-dyad is etiologically of the same value as severe postoedipal abuse; reality-based abused is equivalent to fantasized abuse. To understand the individual case, statistical evidence is always to be subdivided into combinations of these four elements.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/430
Enthalten in den Sammlungen:PsyDok

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