Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/450
Titel: Erstgeborene und zweitgeborene Geschwister im Vergleich: Eine Studie zu Unterschieden im impliziten und expliziten Selbstwert sowie dem Ausmaß der Handlungskontrolle
Autor(en): Thomas, Nadine
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: Trotz vieler gemeinsamer Einflüsse unterscheiden sich leibliche Geschwister in ihren Persönlichkeitseigenschaften (Plomin & Daniels, 1987). Seit einigen Jahren beschäftigen sich Forscher mit der Frage, wie diese Unterschiede erklärt werden können (für einen Überblick siehe Plomin, Asbury & Dunn, 2001). Nach dem aktuellen Forschungs-stand scheinen die bisher berücksichtigten Einflussgrößen nur einen geringen Beitrag bei der Erklärung der Geschwisterunterschiede zu leisten (Plomin et al., 2001). Als mögliche Determinanten für die Unterschiede werden unter anderem der Geburtenrang-platz (z.B. Ernst & Angst, 1983; Wichman, Rodgers & MacCallum, 2007; Zajonc & Sulloway, 2007) und die Nischenbildung (Sulloway, 1997) diskutiert. Die bisherigen Studien zu diesen Forschungsgegenständen lassen keine konsistenten Ergebnisse finden. Als mögliche Gründe hierfür können methodische Mängel (z.B. Wahl des falschen Designs) sowie das Fehlen zugrundeliegender Theorien (Sulloway, 1997) in Betracht gezogen werden. Um der Multideterminiertheit von Persönlichkeitseigenschaften gerecht zuwerden, müssen zudem komplexere Zusammenhänge zwischen verschiedenen Einflussgrößen berücksichtigt werden. Entsprechend wurde in der vorliegenden Arbeit ein intraindividuelles Prozessmodell aufgestellt, das durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren (impliziter Selbstwert als Motor für Handlungskontrolle, Geburtenrangplatz, Nischenbildung, elterlicher Erziehungsstil) Geschwisterunterschiede im impliziten und expliziten Selbstwert sowie der Handlungskontrolle differenzierter vorhersagen bzw. aufklären soll. Die Geschwisterunterschiede wurden an 58 Geschwisterpaaren bestehend aus Erst- und Zweitgeborenen ("Within-Design") überprüft und das postulierte Modell mit 156 Personen ebendieser Geburtenrangplätze über das "Between-Design" getestet. Für die Handlungskontrolle und den expliziten Selbstwert ließen sich hypothesenkonforme Effekte finden. Es zeigte sich, dass Erstgeborene ein höheres Ausmaß an Handlungskontrolle und einen höheren expliziten Selbstwert aufweisen als Zweitgeborene. Darüber hinaus wird aus den Ergebnissen zum intraindividuellen Prozessmodell ersichtlich, dass die Unterschiede durch die im Modell berücksichtigen Faktoren erklärt werden können.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/450
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