Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/465
Titel: Change Management - Theorie und Praxis
Autor(en): Litzcke, Sven Max
Nolte, Rüdiger
Erscheinungsdatum: 2008
Zusammenfassung: Viele Veränderungsprozesse scheitern, weil sie schlecht vorbereitet, ungenügend kommuniziert, unprofessionell durchgeführt oder unzureichend gesichert werden. Mit den Instrumenten des Change Management möchte man die Quote erfolgreicher Veränderungsprozesse erhöhen. Aufgrund der Bedeutung und Häufigkeit von Veränderungsprozessen haben sich viele Autorinnen und Autoren mit dem Thema auseinander gesetzt. Startet man beispielsweise im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek eine Suche zum Schlagwort >>Change Management<< so erhält man über 1100 Treffer (Stand: 15. Mai 2007). Wozu also ein weiteres Werk zum Change Management? Im Unterschied zu vielen anderen berücksichtigen die Autoren dieses Buchs die Sichtweisen verschiedener Wissenschaftsdisziplinen wie der Betriebswirtschaftslehre, der Psychologie, der Soziologie und der Verwaltungswissenschaften zum Thema Change Management. Es wird nicht suggeriert, dass Veränderungsprozesse einfach seien, wenn man nur die richtigen >>Tools<< einsetze. Vielmehr werden verschiedene erfolgsrelevante Aspekte kritisch beleuchtet, beispielsweise: ? das systemisches Grundverständnis ? die interdisziplinäre Ausrichtung ? die methodisch-instrumentellen Kenntnisse Im ersten Beitrag von Martin Frentz wird &mdash; aus der Erfahrung eines Unternehmensberaters in zahlreichen Changeprojekten &mdash; der Handlungsrahmen für Change Management aufgezeigt. Für die Klassifkationen von Veränderungsprozessen werden Praxisbeispiele genannt. Der Leser kann eigene Changeprojekte auf den vorgestellten Dimensionen einordnen. Im zweiten Beitrag von Sven Litzcke und Martin Frentz werden, nach einer kurzen Darstellung des Erkenntnisweges in der Betriebswirtschaftslehre, betriebswirtschaftliche Ansätze zu Fragen des Change Managements klassifiziert. Im zweiten Teil des Beitrags wird durch mehrere sozialpsychologische Theorien illustriert, unter welche Voraussetzungen eine Veränderung von Mitarbeitern akzeptiert werden kann und bei welchen Bedingungen dies sehr unwahrscheinlich ist. Während der zweite Beitrag stark auf den menschlichen Faktor fokussiert, zeigt der dritte Beitrag von Jörg Schneider, dass gelungene Veränderungen neben der Beachtung des menschlichen Faktors auch die präzise Erfassung von Prozessen und deren Verbesserung erfordern &mdash; Empathie alleine macht Veränderungen nicht erfolgreich. Zur Prozessorientierung gehört als ein Kernelement die Prozessmodellierung. Denn ohne eine vorherige, adäquate Modellierung kann später keine ernsthafte Prozessoptimierung betrieben werden. Mit Petri-Netzen steht eine formale Grundlage für die Prozessmodellierung zur Verfügung. Die Grundlagen der Petri-Netze werden verbal, grafisch und formal erklärt. Führungskräfte sind von zentraler Bedeutung für erfolgreiche Einführung von Veränderungen. Diesem Thema widmet sich der Beitrag von Karin Häring. Widerstände und Ängste müssen abgebaut werden, um Veränderungsprozesse erfolgreich zu gestalten. Dies gelingt nur durch frühzeitige Einbindung aller Mitarbeiter. Veränderungen benötigen Vorbilder. Das sichtbare Vorleben der Veränderung durch die Führungskräfte, eine offene Information und Kommunikation sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren in Veränderungsprozessen. Dazu benötigen Führungskräfte spezielle Kompetenzen: Neben einer hohen Kommunikationsfähigkeit und -bereitschaft sind Zielorientierung, Konflikt- und Motivationsfähigkeit unerlässlich. Der Beitrag von Günter Buchholz befasst sich mit der Rolle von externen Beratern in Veränderungsprozessen. Externe Berater können in Veränderungsprozessen hilfreich eingesetzt werden und in vielen Fällen ist deren Expertise auch nötig. Zugleich ist es ist für die Auftraggeber zwingend notwendig, eine Kritik ermöglichende Consulting &mdash; Kompetenz zu entwickeln, die als notwendiges Widerlager zur Professionalität und zum Einfluss externer Berater wirken kann. Nur informierte Auftraggeber können die Qualität externer Beratungsleistung einschätzen und qualitativ gute Arbeit gezielt einfordern. Einschließlich des Beitrags von Günter Buchholz sind die Aussagen sowohl für Veränderungen in der freien Wirtschaft wie im öffentlichen Dienst gültig. Der Beitrag von Rüdiger Nolte befasst sich speziell mit der Steuerung von Veränderungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung. Auf Basis eines systemischen Organisationsverständnisses beleuchtet er die Veränderungs- und die Entwicklungsfähigkeit von sozialen Systemen, die Grundstruktur und Grunddynamik des Wandels, die Bedeutung von Krisen als Auslöser von Veränderungsprozessen, die öffentliche Verwaltung als Gegenstand des Wandels im Kontext der allgemeinen Staats- und Verwaltungsreform, die Aufgaben des Veränderungsmanagements sowie den Einsatz praxistauglicher Veränderungsstrategien. Dieser Band schließt mit der Darstellung eines umfassenden Veränderungsprojekts aus dem Geschäftbereich des Bundesministeriums der Finanzen. Dieser Veränderungsprozess wird beleuchtet aus der Sicht des zuständigen Fachministeriums sowie aus der Sicht der von der Veränderung betroffenen Behörden. Zunächst stellt Eduard Gries die Ausgangslage, die Ziele und wesentliche Etappen der Veränderung aus übergeordneter Sicht eines ehemaligen Mitarbeiters des Bundesministeriums der Finanzen dar. Vervollständigt wird die Darstellung dieses Veränderungsprozesses durch die Sichtweise der betroffenen Behörden. Wolfgang Cremer, Johannes Duschl und Stefan Werres stellen die Veränderungsprozesse in den Oberbehörden und Einrichtungen der Bundesfinanzverwaltung aus der Perspektive des Bundeszentralamtes für Steuern (Wolfgang Cremer), des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (Stefan Werres) und des Zentrums für Informationsverarbeitung und Informationstechnik (Johannes Duschl) dar. Ihr Beitrag zeigt, wie sehr sich das Tempo von Veränderungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung erhöht hat. Gab es bis zum Jahr 2005 noch ein Bundesamt für Finanzen, ein Zentrum für Informations- und Datentechnik und ein Bundesamt zur Regelung offener Vermögensfragen, so ist heute keine dieser Behörden mehr in der ursprünglichen Form existent. Der Umgang mit diesem Wandel stellt die Verwaltungen vor eine Vielzahl neuer Herausforderungen. Hierzu zeigt der Beitrag verschiedene Perspektiven auf.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/465
ISBN: 978-3-938407-22-6
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