Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/488
Titel: Ein Vergleich berufsrelevanter Eigenschaften von ost- und westdeutschen Arbeitnehmern am Beispiel der Mechaniker
Autor(en): Hackel, S.
Zülske, G.
Witte, E.H.
Raum, H.
Erscheinungsdatum: 1993
Serie/Report Nr.: Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie;6
Zusammenfassung: Die Notwendigkeit und gleichzeitig die Brisanz der Studie ergaben sich aus den politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in den letzten drei Jahren in Deutschland. Es bestand die wohl einzisartise Chance, in einer Studie - a1s Iststandsanalyse Populationen gleicher historischer Herkunft und Sprache aber 40 Jahre mit jeweils unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Bedingungen konfrontiert, ztJ vergleichen. 1n Hinblick auf die nunmehr gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung der bis dato getrennten Wirtschaftssysteme erhäIt die Frage nach dem Verhältnis von Arbeit und Persönlichkeit eine besondere Bedeutung. Es könnten sich, in Abhängigkeit von der Zugehörigkeit z1r einem bestimmten Wirtschaftssystem, unterschiedliche Sti1e, Arbeitsgewohnheiten heraussebildet haben In der allgerneinen öffentlichkeit werden nach wie vor generelle Unterschiede zwischen " ost - und westdeutschen "Arbeitnehmern behauptet. Wir wollten diese Annahme in Bezug auf berufsrelevante Eigenschaften am Beispiel der Mechaniker überprüfen. Die Berufsgruppe der Mechaniker wurde aufgrund ihrer Schlüsselposition im produktiven Bereich der Wirtschaft ausgewäh1t. Es handelt sich um eine hochgradig homogene Stichprobe. Es galt zu prüfen, inwieweit bei dieser Konstellation sich behauptete Unterschiede wieder finden lassen. Es erscheint sinnvoll, aufgrund der verschiedenen gesellschaftIichen und wirtschaftlichen Systeme auf dieser Ebene objektive Unterschiede anzunehmen. Aber inwieweit werden diese auch auf der individuellen (psychischen) Ebene sichtbar? Anliegen dieser Studie war gleichzeitig, einen Beitrag zum Abbau von gegenseitigen Vorurteilen zwischen "Ossis" und "Wessis" zu leisten (s.a. Witte, Dudeck & Hesse 1992). Denn es bleibt zu fragen, inwieweit die bestehenden (Vor-) Urteile konstruktiv und einer gemeinsamen Sozialisation dienlich sind? Wie notwendig sind unterstützende Maßnahmen (Trainings...), um die Sozialisation der einen in eine bestimmte Richtung zu lenken? Aufgrund der veränderten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation in "Ostdeutschland" ist eher eine Anpassung der "ostdeutschen" Arbeitnehmer an das "westdeutsche" Wirtschaftssystem mit seinen speziellen Erfordernissen zv erwarten aIs umgekehrt eine Anpassung "westdeutscher" Arbeitnehmer.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/488
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