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Titel: Technikfolgenabschätzung und Gentechnologie - Die exemplarische Prüfung eines Expertenberichts auf psychologische Konsistenz und Nachvollziehbarkeit.
Autor(en): Witte, E.H.
Scherm, M.
Erscheinungsdatum: 1992
Serie/Report Nr.: Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie;2
Zusammenfassung: Die zunehmend komplexen Probleme technischer Entwicklungen haben zu interdisziplinären Konzepten der Technikfolgenabschätzung (TA) geführt. Die vorliegende studie befaßt sich mit dem Problem der Darstellung von TA-Ergebnissen durch den Enquete-Bericht "chancen und Risiken der Gentechnologie" (Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages, 1937). Am Textabschnitt "Pflanzenproduktion" wird exemplarisch untersucht, inwieweit die schlußfolgernden Empfehlungen des Berichts für Laien-Rezipienten nachvollziehbar dargestellt sind Das hierzu entwickelte empirisch-hermeneutische Prüfverfahren lehnt sich an Konzepte zur Bestimmung der Inter-Beurteiler-Reliabilität an. 15 Laien-Beurteilern wird der betreffende Textabschnitt in der Originalfassung vorgelegt, um in zwei Schritten die psychologische Konsistenz der Darstellung zu prüfen: erstens durch Bestimmung der interindividuellen Reliabilität des Beurteilungsumfangs (Konsistenzprüfung 1), zweitens als Übereinstimmung der Empfehlungen von Laien und Enquete-Kommission (Konsistenzprüfung 2). Die Reliabilitätsergebnisse aus Konsistenzprüfung 1 zeigen, daß die Stichprobe relativ homogen argumentiert. Demgegenüber ergibt die zweite Konsistenzprüfung, daß die Empfehlungen des Berichts nur in mittlerem Ausmaß mit den individuellen Empfehlungen übereinstimmen. Mit den hinter den Enquete-Empfehlungen vermlrteten Absichten und Zielen stimmen die Befragten lediglich teilweise überein. Insgesamt belegen die Ergebnisse die Notwendigkeit einer systematischepen und stärker an Transparenz orientierten Darstellung von TA-Argumentationen.
Increasing complex problems of technological developments led to interdisciplinary concepts for technology assessment (TA). This study deals with the presentation of TA-results in the report "Chancen und Risiken der Gentechnologie" (Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags 1987), The part of the report "Pflanzenproduktion" is investigated as an example, whether concluding recommendations of the report are presented in a way that is comprehensible for laymen. Thus a empirical and hermeneutical procedure was evolved following methods of interrater-reliability. The specified original text-version is presented to 15 lay-raters to investigate the psychological consistency of the presentation form: first by determining the interindividual reliability of the quantitative assessment level (consistency procedure 1), second as a level of correspondence of recommendations between the lay-raters and the commission (consistency procedure 2). Results from consistency procedure 1 for reliability show, that the sample argues relative homogenously. In contrast to that consistency procedure 2 shows, that the correspondence between the recommendations of the report and the subjects' ones is only at medium degree. Only partly subjects aggree to intentions and goals assumed behind the commission's recommendations. Finally the results support a more systematical and clear presentation of technology-assessments.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/494
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