Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/553
Titel: Gruppenleistungen: Eine Gegenüberstellung von proximater und ultimater Beurteilung
Sonstige Titel: Group performance: A confrontation of a proximate with an ultimate evaluation
Autor(en): Witte, Erich H.
Erscheinungsdatum: 2005
Serie/Report Nr.: Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie;65
Zusammenfassung: Es sollen zwei Denktraditionen verbunden werden: Die klassische Kleingruppenforschung und die Evolutionstheorie. Die Kleingruppenforschung hat zahlreiche Leistungsverluste in den letzten fünfzig Jahren identifiziert. Sie ist im Augenblick dabei, verstärkt auf die Prozessgewinne durch Gruppen zu achten. Die Evolutionstheorie wird in den letzten Jahren vermehrt in der Sozialpsychologie wahrgenommen. Wenn man davon ausgehen kann, dass sich menschliches Leben vorwiegend in Gruppen abspielt, dann bleibt zu klären, ob die gefundenen Prozessverluste in Gruppen auch aus einer evolutionstheoretischen Perspektive als solche bewertet werden. Es wird sich herausstellen, dass proximate Verluste in Gruppen ultimate Gewinne für den Einzelnen darstellen. Es muss also mit den Verlusten aus proximater Sicht gerechnet werden, sie sind wegen der Selektionsvorteile in natürlich interagierenden Gruppen zu erwarten. Prozessgewinne, die von Gruppen erwartet werden, müssen gezielt durch Moderation hergestellt werden.
Two traditions of thinking should be combined: The classical small group research and the theory of evolution. The small group research has identified many losses of performance in the past fifty years. At the moment it concentrates more intensively on process gains in groups. The theory of evolution is perceived more intensively in social psychology in the last years. If one assumes that human life mostly takes place in groups then it is to be explained whether the found process losses in groups might be evaluated differently from an evolutionary perspective. It appears that proximate losses in groups are ultimate gains for the single individual. These losses must be taken into account from a proximate perspective. They are to be expected in naturally interacting groups because they are selection advantages from an ultimate view. Process gains which are expected from groups have to be constructed by specific group facilitation techniques.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/553
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