Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/571
Titel: Die Steuerreform und der Konsumanreiz: Eine wirtschaftspsychologische Betrachtung.
Autor(en): Witte, E.H.,
Scheffer, Julia
Erscheinungsdatum: 2003
Serie/Report Nr.: Hamburger Forschungsberichte zur Sozialpsychologie;49
Zusammenfassung: Politisch wird derzeit über eine Steuersenkung debattiert, von der eine gesteigerte Konsumfreudigkeit erhofft wird. Diese mikro-ökonomische Annahme soll psychologisch differenziert betrachtet werden. Hierzu wurden Probanden nach dem Wert gefragt, den eine Steuersenkung ausmachen müsste, um einerseits mehr Kaufbereitschaft zu fühlen und zum anderen mehr Konsumverhalten zu zeigen. Ferner wurden Erwartungshaltungen bezüglich der wirtschaftlichen Situation gemessen. Aufgrund der Befragung zeigt sich, dass durch eine vorgezogene Steuerreform kein wesentlicher Konsumanreiz zu erwarten ist. Die Entlastung durch die geplante Steuerreform würde drei bis vier Prozent an monatlicher Netto— Einkommenserhöhung ausmachen, während nach unseren Ergebnissen der Schwellenwert für eine Verkaufsklima Verbesserung bei 10 Prozent bzw. für tatsächliches Konsumverhalten bei 15 Prozent liegt. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass sich die Befragten von der Steuersenkung eher wenig Profit versprechen. Es lässt sich daraus schließen, dass aus der geplanten Steuerreform keine großen Effekte zur Steigerung des Konsumverhaltens erwartet werden können. Alternative Überlegungen für die Ankurbelung des Konsumverhaltens werden aus wirtschaftspsychologischer Sicht dargelegt.
Political debates about tax reduction, in order to rise the consumption, take place at present. This micro-economic assumption is considered psychologically. Subjects were asked for the amount of money that has to be reduced from taxes for feeling in the mood of consumption on the one hand and the value to really spend more money on the other. Further expectations concerning the economic situation were measured. The data shows that no consumption incentive is to be expected by the anticipated tax relief. The politically proposed relief would mean an increase of three to four percent of the monthly net income, whereas the threshold of a better sale climate is 10 percent and 15 percent for the real consumption. The survey also showed that the subjects did not expect a big increment of personal profits. For this reason no big effects of the proposed tax reform — to increase consumption — can be expected. Alternative suggestions to an active improvement of the economic situation in Germany are developed from an economic psychological point of view.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/571
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