Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/58
Titel: Wer verdient Hilfe?
Sonstige Titel: Who deserves help?
Autor(en): Volland, Cordelia
Ulich, Dieter
Fischer, Andrea
Erscheinungsdatum: 2003
Serie/Report Nr.: Augsburger Berichte zur Entwicklungspsychologie und Pädagogischen Psychologie (Universität Augsburg);91
Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie wurde der Einfluß von fünf Empfängermerkmalen auf die prosozialen Handlungsentscheidungen von 4- bis 8-jährigen Kindern untersucht. Dazu wurden in einem Experiment die folgenden fünf Empfängermerkmale (unabhängige Variable) systematisch variiert: Verantwortung für eigenes Unglück, Vertrautheit, Lebensalter, Reziprozität und Schadensgröße. Insgesamt 277 Kinder übernahmen in fünf Puppenspiel-Szenen die Rolle des Protagonisten, der sich jeweils entscheiden mußte (abhängige Variable), welchem von zwei potenziellen Empfängern mit jeweils unterschiedlicher Merkmalsausprägung er helfen wollte. Die 4- bis 8-jährigen Kinder bevorzugten bei ihren Entscheidungen überzufällig oft denjenigen Empfänger, der keine Verantwortung am eigenen Unglück hatte, der vertrauter war, der jünger war, der ihnen auch schon einmal geholfen hatte und der den größeren Schaden erlitten hatte. Mit steigendem Alter der Kinder nahm der Einfluss der Rezipientenmerkmale zu. Als Fazit ergibt sich sowohl ein eindeutiger Einfluss bestimmter Rezipientenmerkmale auf die prosozialen Handlungsentscheidungen von Kindern wie auch ein Entwicklungstrend in Richtung einer stärkeren Differenzierung zwischen potenziellen Rezipienten von Hilfe.
In the present study the influence of five characteristics of the recipient on the prosocial action tendencies of 4 to 8 year old children was investigated. In an experiment the following five characteristics of the recipient (independent variable) were systematically varied: responsibility for own misfortune, familiarity, age, reciprocity and extent of harm. A total of 277 children enacted in six dollhouse vignettes the protagonist, who in each case had to decide (dependent variable) which of the two potential recipients with one of two possible features of a recipient characteristic he would like to help. The 4 to 8 year old children significantly favoured in their decisions the recipient, who had no responsibility for his misfortune, who was younger, who was more familiar, who had also helped them and who had the greater harm. With age the influence of the criteria increased. It is concluded that there is both a clear influence of certain recipient characteristics on the prosocial action tendencies of children as well as a developmental trend towards a stronger differentiation between potential recipients of help.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/58
Enthalten in den Sammlungen:Augsburger Berichte zur Entwicklungspsychologie und Pädagogischen Psychologie (Universität Augsburg)
PsyDok

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