Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/587
Titel: Nachhaltiger Energiekonsum als Beitrag zum Klimaschutz: Erfolgsfaktoren und Barrieren der Realisierung von energetischen Sanierungen durch Eigenheimbesitzer
Sonstige Titel: Sustainable energy consumption as contribution to climate mitigation: determinants of domestic energy-efficiency retrofits by owners
Autor(en): Gigli, Michaela
Erscheinungsdatum: 2008
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie zielt darauf ab, anhand eines qualitativen Vorgehens die Erfolgsfaktoren und Barrieren der Durchführung energetischer Sanierungen durch selbst nutzende Eigenheimbesitzer zu identifizieren. Die Fragestellung lehnt sich an die Befunde an, dass vorhandene technische Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand in Deutschland nicht optimal genutzt werden, höhere Sanierungsraten jedoch unter ökologischen sowie auch ökonomischen Gesichtspunkten sinnvoll sind. Auf der Grundlage der Analyse empirischer Studien sowie geeigneter Handlungsmodelle, wie der Theorie des geplanten Verhaltens (Ajzen, 1991) und des Modells ökologischen Bauens (Sauerborn, 2005), wurde ein halbstandardisierter Interviewleitfaden entwickelt. Dieser wurde daraufhin im Rahmen einer persönlichen Befragung mit 17 Personen aus verschiedenen Haushalten des Gebäudebestands eingesetzt. Es wurden dabei sowohl HausbesitzerInnen befragt, die energetisch saniert haben, als auch solche, die über keine diesbezüglichen Bereitschaften verfügten. Das Interviewmaterial wurde anschließend anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2007) ausgewertet. Die theoretisch angenommenen Einflussfaktoren konnten zum Großteil auf den Gebäudebestand als klimarelevanten Handlungsbereich von Individuen und Gruppen übertragen werden. Zusätzlich konnten neuartige Erkenntnisse erlangt werden. Die Ergebnisse bestätigen somit einen bedeutenden Einfluss psychologischer Faktoren auf die Entscheidung privater Haushalte, energetische Sanierungen durchzuführen oder zu unterlassen. Die sich als relevant herausgestellten Kognitionen und Emotionen werden dabei in ihrer Wechselwirkung mit sozialen und strukturellen Rahmenbedingungen betrachtet. Einer kritischen Bewertung der Methodologie und der Ergebnisse dieser Studie folgen Empfehlungen zu Theorie und Praxis. Dies geschieht vor allem vor dem Hintergrund, die Realisierung energetischer Sanierungen durch selbst nutzende Eigenheimbesitzer in Zukunft verstärkt zu fördern.
This qualitative study aims to identify critical success factors as well as barriers regarding the realisation of domestic energy efficiency retrofits by private households. This is conducted by means of qualitative interview research. The topic derives from certain observations in the domestic sector. In Germany, about 20% of all energy consumption, i.e. use of heating, domestic hot water and electricity (without mobility), is produced by private households. Since the percentage of old residential buildings at the same time is high, there is a big technological energy-saving potential which could be realised by energy-efficiency retrofits. Given that a general ecological awareness has risen significantly among German citizens during the last few years, and that energy-efficiency measures around the house are well developed and in many cases financially viable, the slow take up of those must be explained by means of additional determinants. In order to understand this disproportion, some psychological research is needed, which identifies the influence of significant cognitions, emotions and social norms when it comes to decision-making of private households. These factors are analysed in their interaction with contextual as well as socioeconomic factors.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/587
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