Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/609
Titel: Eine theoretische Kritik der somatischen Marker Hypothese Antonio Damasios
Sonstige Titel: A Theoretical Critique of Antonio Damasios Somatic Marker Hypothesis
Autor(en): Hlobil, Ulf
Erscheinungsdatum: 2008
Zusammenfassung: Seit einigen Jahrzehnten sind grundsätzliche Probleme des Versuchs bekannt, menschliche Handlungen kausal zu erklären. Diese Probleme wurden aber bisher innerhalb der biologischen Psychologie ignoriert. Dies lässt sich insbesondere darauf zurückführen, dass angenommen wurde, man könne diesen Problemen entgehen, indem man die alltagssprachlichen Termini (bzw. deren wissenschaftliche Präzisierungen) der kognitiven Psychologie durch termini technici der Neurobiologie ersetzt. In der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass dies nicht der Fall ist. Hierzu wird exemplarisch die Somatische Marker Hypothese (SMH) Antonio R. Damasios analysiert, welche versucht Handlungen kausal zu erklären. Zunächst werden die Voraussetzungen für eine solche Analyse geschaffen. Diese bestehen in einer Darstellung der Unterscheidung zwischen empirischen und begrifflichen Relationen sowie in der Darstellung der SMH und der entsprechenden empirischen Forschung. Daran anschließend wird gezeigt, dass die SMH eine reduktive Struktur aufweist. Dies bedeutet, dass die SMH versucht, eine angebliche psychologische Gesetzmäßigkeit auf eine neurobiologische Gesetzmäßigkeit zurückzuführen. Dabei impliziert die SMH, dass das genannte psychologische Gesetz einen kausalen Zusammenhang wiedergibt. Es wird dargelegt, dass das genannte psychologische Gesetz einen begrifflichen und damit keinen kausalen Zusammenhang angibt. Hiermit ist die Unhaltbarkeit der SMH erwiesen. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die vorgelegte Argumentation solch allgemeiner Natur ist, dass sie höchstwahrscheinlich auf andere Theorien der biologischen Psychologie übertragen werden kann.
Conceptual problems regarding the attempt to explain human actions exclusively by appeal to causal laws are well known since decades. Nevertheless these problems have been ignored almost entirely by biological psychology. This is largely due to the widespread idea that these problems can be overcome by substituting the vocabulary of cognitive psychology and ordinary language for the technical terms of neurobiology. The present book argues that this idea is flawed. To this end Antonio Damasios Somatic Marker Hypothesis (SMH) will be examined in detail. Damasio tries to explain human actions exclusively by causal laws. As a preliminary to my investigation of his SMH, I shall clarify the distinction between empirical and conceptual relations. This will involve some discussion of the history of this distinction. Furthermore, I will provide an overview over both the recent empirical and theoretical research on the SMH. The first step in my analysis of the SMH will be to demonstrate that the SMH has a reductive structure. This means that the SMH attempts to reduce psychological to neurobiological laws. To do so, the SMH must imply that the psychological laws in question are causal laws. I will argue that this implication is wrong. Instead the basis of the psychological laws in question emerge to be conceptual rather than causal relations. Thus, the SMH is shown to be wrong. I will conclude by showing that my arguments are completely general in nature, and are thus very likely to apply not only to the SMH, but to theories in biological psychology more general.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/609
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