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Titel: Zur Psychophysiologie der labil/hypertonen Blutdruckregulation - Zweite Teilstudie und Abschlussbericht
Autor(en): Fahrenberg, J.
Foerster, F.
Erscheinungsdatum: 1993
Serie/Report Nr.: Forschungsberichte des Psychologischen Instituts der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau;94
Zusammenfassung: In diesem Forschungsvorhaben zur Psychophysiologie der labil/hypertensiven Blutdruckregulation wurden in zwei methodisch weitgehend identischen Teilstudien insgesamt 136 männliche Studenten untersucht: 48 mit grenzwertigem hypeitonen Blutdruck (WHO-Kriterium; Mittelwert von 6 Ruhemessungen > 140 systolisch oder > 90 mmHg diastolisch), 31 mit leicht erhöhtem Blutdruck (mindestens eine Messung über dem Grenzwert) und 57 mit normotonem Blutdruck. Die zweite Teilstudie war als Replikationsversuch geplant. Eine Voruntersuchung diente zur Eingewöhnung und zur Erhebung von Fragebogendaten. In der Hauptuntersuchung wurden Mehrkanal-Registrierungen von kardiovasculären und anderen physiologischen Funktionen sowie wiederholte Selbsteinstufungen von Befinden und Körpcr-wahrnehmungen während mentaler und emotionaler Belastungen (Rechnen, Konzentrations-Versuch mit Überforderung, Freie Rede) und während körperlicher Belastungen (Atemmanöver, Handgriff-Versuch, Kaltwasser-Versuch) durchgeführt, außerdem ein Orthostase-Versuch und Arbeit am Fahrradergometer bei 100 Watt. Anschließend nahmen 98 Probanden an einem psychophysiologischen ambulanten 24-Stunden-Monitoring teil, um Blutdruck, Herz- und Atemfrequenz, Bewegungsaktivität sowie begleitend auch Selbstcinstufungen unter Alltagsbcdingungen zu erfassen. Die Gruppierungen nach den Ruhewerten des Blutdrucks, nach der orthostatischen Reaktion und nach der Blutdruckregulation während körperlicher Arbeit konvergieren nicht befriedi-; gend. Generell besteht eine positive Ausgangswert-Beziehung zwischen dem Blutdruck und den Reaktionswerten (Differenzen): Probanden mit höheren Ruhewerten sind auch reaktiver. Sic haben außerdem im Labor eine höhere Herzfrequenz, aber nicht während des Monitorings. Einige signifikante Gruppenunterschiede in psychologischen Merkmalen konnten nicht repliziert werden. Es gibt aber Hinweise, daß Personen mit grenzwertigem Blutdruck mehr körperliche Beschwerden nennen und sich durch die Untersuchung stärker beeinträchtigt fühlen. Auch unter Alltagsbedingungen unterscheiden sich hier die drei aufgrund der Ruhewertc gebildeten Gruppen psychologisch nicht wesentlich. Dagegen gibt es signifikante Effekte u.a. in der Herzfrequenz, im Heather-Index des Impedanzkardiogramms, in der Pulswellengeschwindigkeit (Carotis), in der elektrodermalen Aktivität. Die iabil/hypertensivc Gruppe weist demnach ein höheres Niveau kardiovasculärer und clcktrodermaler Aktivierthcit auf. Die Ergebnisse werden als Hinweis auf positiv chronotrope, positiv inotrope Effekte, erhöhte sympathische (vasoconstrictive und elektrodcrmale) Wirkungen und verminderte vagale Einflüsse am Herzen interpretiert.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/618
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