Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/646
Titel: Sieht man einem Studenten an, welches Fach er studiert? Anwendung der Zero-Acquaintance-Forschung im Hochschulkontext
Autor(en): Michels, Timo
Erscheinungsdatum: 2010
Zusammenfassung: Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, ob es möglich ist, am äußeren Erscheinungsbild eines Studenten (auf einem Foto) zu erkennen, welches Fach dieser studiert. Darüber hinaus soll ebenfalls untersucht werden, ob sich die Persönlichkeit auf Grundlage eines Fotos beurteilen lässt und inwiefern die Einschätzung des Studienfachs auf diese Beurteilung zurückzuführen ist. Weiterhin soll der Versuch unternommen werden, bestimmte Merkmale zu identifizieren, die die Einschätzung von Persönlichkeit und Studiengang verbessern bzw. verschlechtern können. Die theoretische Grundlage der Arbeit bilden zum einen die Befunde der Zero-Acquaintance-Forschung (z.B. Naumann, Vazire, Rentfrow & Gosling, 2009) und die Überlegungen im Zusammenhang mit Brunswiks Linsensmodell (1956). Fundamental sind zum anderen jedoch auch die Berufswahltheorie von Holland (1997) sowie die Ergebnisse einer Studie von Pfuhl und Tarnai (2008) im Zusammenhang mit dem Image von Studiengängen. Zur Prüfung der Annahmen wurden Ganzkörperfotos von 55 Studierenden der Universität des Saarlandes aus den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Rechtswissenschaft, Psychologie, Germanistik und Informatik angefertigt. Weiterhin wurden deren Selbstbeurteilungen auf den Dimensionen der Big Five mit Hilfe des NEO-FFI erhoben. Anschließend wurden aus den Bildern jeweils sieben Varianten erzeugt, die unterschiedliche Merkmalskombinationen enthielten. Die so erzeugten Bilder wurden Studierenden der Psychologie zur Beurteilung von Studienfach und Persönlichkeit (mittels BFI-K) dargeboten. Wie bei früheren Zero-Acquaintance-Studien finden sich auch in der eigenen Untersuchung signifikante Konsens- und SAÜ-Werte im Zusammenhang mit den Persönlichkeitseinschätzungen. Die höchsten Korrelationen ergeben sich für Gewissenhaftigkeit, Extraversion und Neurotizismus. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass sich die Studiengänge häufig am äußeren Erscheinungsbild eines Studenten erkennen lassen. Die Güte der Einschätzung des Studienfachs ist jedoch, wie die Beurteilung der einzelnen Big-Five-Dimensionen auch, abhängig von den jeweils dargebotenen Merkmalen. Weiterhin ergaben mehrere Diskriminanzanalysen, dass die Persönlichkeit bei den Beurteilungen des Studienganges vermutlich eine Rolle spielt, dass jedoch auch noch andere Faktoren einen Einfluss auf die Beurteilungen des Faches ausüben.
The existing thesis deals with the question of whether it's possible to discern, based on the appearance of a student (from a photo), which profession he or she studies. Moreover, it will be examined whether one can assess personality on the basis of a photo, and to what extent one can attribute the evaluation of a student's field of study to this assessment. Furthermore, an attempt will be made to identify certain cues that can improve or worsen the evaluation of personality and course of study. The theoretical foundations of this work consist, on the one hand, of the findings of zero-acquaintance research (e.g. Naumann, Vazire, Rentfrow & Gosling, 2009) as well as considerations based on Brunswik's lens model (1956). Also fundamental, on the other hand, are Holland's theory of vocational choice (1997) and the results of a study by Pfuhl and Tarnai (2008) relating to the image of degree programs. To test these hypotheses, full-length photos were prepared of 55 Saarland University students from the fields of business administration, law, psychology, German language and literature studies, and computer science. Furthermore, these students' self-assessments on the Big Five were collected with the help of NEO-FFI. Subsequently, seven versions were generated from these pictures that contained varying cue combinations. These pictures were then presented to psychology students in order to assess field of study and personality (by means of BFI-K). As in the previous zero-acquaintance studies, this experiment echoed significant consensus and self-other agreement relating to the personality evaluations. Conscientiousness, extraversion and neuroticism yielded the highest correlations. Furthermore, it could be shown that one can frequently discern students' degree programs from their appearance. However, the quality of the evaluation of a student's field of study is, like the assessment of single Big Five dimensions, dependent on the respective cues present. Moreover, multiple discriminant analyses showed that personality presumably plays a roll in the assessment of degree program, but that other additional factors also exert an influence on the assessment of profession.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/646
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