Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/670
Titel: Wilhelm Wundt: epistemology and methodology - re-construction of his theory of science in psychology
Autor(en): Fahrenberg, Jochen
Erscheinungsdatum: 2012
Zusammenfassung: Wilhelm Wundt entwickelte seine Wissenschaftstheorie der Psychologie - die erste überhaupt - in einem weiten theoretischen Horizont, der durch seine neurophysiologischen, psychologischen und philosophischen Arbeiten bestimmt war. Er postuliert den Prozesscharakter des Bewusstseins und gibt den Transzendenzbezug des Seelenbegriffs auf. Der Mensch als denkendes und wollendes Subjekt ist nicht in den Begriffen der Naturwissenschaften zu erfassen; die Psychologie erfordert spezielle Kategorien und eigenständige Erkenntnisprinzipien. Sie ist einerseits empirische Geisteswissenschaft, soll jedoch andererseits ihre physiologischen Grundlagen nicht ausklammern. Wundts Ansatz ist perspektivisch, er verlangt ein "komplementäres" Denken in verschiedenen Bezugssystemen und einen entsprechenden Wechsel der Methoden. Die Psychologie soll mit der Philosophie in Verbindung bleiben, um die Erkenntniskritik der unter Psychologen verbreiteten metaphysischen Voraussetzungen zu fördern. Der Versuch einer Rekonstruktion von Wundts Wissenschaftstheorie ist Bestandteil einer Rezeptionsanalyse seines Werks.
Wilhelm Wundt developed his theory of science in psychology - the first of its kind - based on the broad scope of his neurophysiological, psychological and philosophical works. He postulated the notion of consciousness as a process of experience and disregarded the metaphysical meaning of the soul. As thinking and intentional subjects, individuals cannot be understood using the tools of the natural sciences alone; psychology requires specific categories and epistemological principles of its own. Psychology is an empirical Geisteswissenschaft but it should not disregard underlying physiology. Wundt's approach is one of perspectivism, in which he appeals for a "complementary" style of thought that applies diverse frames of reference and an appropriate choice of methods. Psychology must stay in close touch with philosophy in order to foster the epistemological critique of the metaphysical assumptions that are widely present in psychological thought. The attempted re-construction of Wundt's theory of science is part of a reception and impact analysis.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/670
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