Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/764
Titel: Strafwirkung als Funktion der Strafbewertung
Autor(en): Montada, Leo
Erscheinungsdatum: 1974
Zusammenfassung: Welchen Einluß hat die subjektive Bewertung einer Strafe auf deren Wirkung? Im vorliegenden Versuch wurde die Strafbewertung über die Beobachtung eines Vorbildes (M) induziert. Je nach Versuchsgruppe zeigte sich M nach einer Strafe betroffen, unbekümmert/gleichgültig oder ärgerlich opponierend. Die Pbn (100 Zweit- und Drittklässler, zufällig auf fünf Versuchsgruppen aufgeteilt) sollten glauben, sie seien unbeabsichtigt über TV Zeugen einer sich im Nebenraum abspielenden Szene, in deren Verlauf M sich bei einer Geschicklichkeitsaufgabe durch Regelverstöße einen unerlaubten Vorteil verschaffte, was (je nach Versuchsgruppe) bestraft wurde. Die Wirkung der Beobachtung wurde anschließend überprüft, als die Pbn anscheinend unüberwacht die gleiche Aufgabe wie zuvor M zu absolvieren hatten. Es zeigte sich, daß die Tendenz zu verbotenen und unter Strafdrohung stehenden Regelverstößen auf selten der Pbn u. a. stark von der Art der zuvor beobachteten emotionalen Reaktion M' s auf die Strafe abhing: Während eine betroffene Reaktion M's eine Verminderung der Obertretungswerte auf seilen der Beobachter bewirkte, ging eine unbekümmert/gleichgültige sowie eine ärgerliche Reaktion M's mit erhöhten Übertretungswerten einher, was auf eine verminderte Wirkung der Strafdrohung schließen läßt. Die Implikationen dieser Befunde für eine Straftheorie werden diskutiert.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/764
Enthalten in den Sammlungen:PsyDok

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