Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/775
Titel: Verantwortlichkeit für "Schicksalsschläge": Eine Pilotstudie
Autor(en): Montada, Leo
Erscheinungsdatum: 1989
Zusammenfassung: Selbstverschuldung als eine Form der Verantwortlichkeitszuschreibung für Schicksalsschläge" wird im Rahmen zweier Motivationskonstrukte diskutiert: dem Glauben an die gerechte Welt (LERNER 1980) und der defensiven Attributions- hypothese (WALSTER 1966, SHAVER 1970). Es werden Ausschnitte aus einer Fragebogenerhebung an 126 Pbn (davon ein Drittel Studenten, zwei Drittel Berufs- tätige) berichtet, in der für die fünf Ereignisklassen Arbeitslosigkeit, Verkehrsunfälle, Lungenkrebs, Darmkrebs und Leukämien jeweils eine Verteilung der Verantwortlich- keit auf die fünf Kategorien (1) Betroffener selbst, (2) Mitmenschen, (3) Gesellschaft, (4) Schicksal und (5) Zufall erfaßt wurde. Die Ergebnisse zeigen sowohl eine Abhängig- keit der Verantwortlichkeitszuschreibungen von den Ereignissen als auch in gewissen Maße konsistente individuelle Unterschiede über verschiedene Ereignisklassen. Die psychologische Bedeutung der generalisierten Tendenz zu Selbstverschuldungsvorwürfen wird sodann über Korrelationen mit Gerechtigkeits-, Kontrollierbarkeits- und Vulnera- bilitätsüberzeugungen sowie mit kognitiv-emotionalen Bewertungen (Optimismus, Bewältigungszuversicht, Unverwundbarkeit, Empörung) ermittelt. Die empirischen Ergebnisse stehen im Einklang mit den eingangs genannten motivationalen Konstruk- ten.
Reproach of seif infliction ("blaming the victim") as a way of attributing res- ponsibility for critical life events is discussed with reference to two motivational constructs: the belief in ajust world (LERNER 1980) and the hypothesis of defensive attribution (WALSTER 1966, SHAVER 1970). Parts of a questionnaire study with 126 subjects (ohne third of the sample students, two thirds employees) are reported. The question was to which extent responsibility for five different classes of events (unemployment, traffic accidents, lung cancer, intestinal cancer, leukemia) is allocated to five different categories (the victim himself, fellow men, society, fate, and Chance). The results show (1) that attributions of responsibility depend on the kind of event in question and (2) that individual differences are consistent across the events to a certain extent. To find out the psychological meaning of the generalized tendency to blame the victims for having caused their own misery it was correlated with beliefs in justice, perceived controllability, and vulnerability as well as cognitive-emotional appraisals (optimism, confidence in one's own coping competencies, invulnerability, resentment). The empirical fmdings are consistent with the motivational constructs mentioned above.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/775
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