Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/79
Titel: Zur Beeinflussung kognitiver Prozesse durch die Bedrohung des Glaubens an eine gerechte Welt
Autor(en): Gollwitzer, Mario
Erscheinungsdatum: 2001
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 141
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit versucht sich an einer Verknüpfung zwischen den Hypothesen der Gerechtigkeitsmotiv-Theorie von Lerner (1977, 1980) und Befunden aus der kognitiven bzw. klinischen Psychologie zur kognitiven Interferenz der Verarbeitungskapazität durch subjektiv bedeutsame Reize. Es wird hypostasiert, dass sich die Bedrohung des Glaubens an eine gerechte Welt in einer unmittelbaren Leistungseinbuße bei kognitiven Aufgaben bemerkbar machen sollte. In einem Laborexperiment hatten N = 92 Versuchspersonen die Aufgabe, im Anschluss an die Darbietung einer ungerechten Filmszene den d2-Aufmerksamkeits-Belastungstest (Brickenkamp, 1962) zu bearbeiten. Zusätzlich wurden verschiedene Coping-Strategien (Opferabwertung, Dissoziation etc.) sowie unterschiedliche Facetten des individuellen Gerechte-Welt-Glaubens erfasst. Die Ergebnisse stützen teilweise die Hypothesen, größtenteils sind sie allerdings widersprüchlich. Zudem sind die Effekte generell kleiner als erwartet. Differenzielle Bedeutungen der verschiedenen Facetten des Gerechte-Welt-Glaubens werden diskutiert; darüber hinaus werden Verbesserungen des Paradigmas vorgeschlagen.
The present investigation is an attempt to combine research concerning the Justice Motive Theory (Lerner, 1977, 1980) and the phenomenon of cognitive interferences. It is suggested that the threatening of the individual Belief in a Just World (BJW) manifests itself in a decreased ability to efficiently solve a cognitive task. In a laboratory experiment, N = 92 subjects hat to work on Brickenkamps (1962) d2-Attention-Stress-Test immediately after they had watched a film sequence describing the unfair treatment of an innocent person. Additionally, different coping behaviors (blaming the victim, dissociation etc.) as well as different facets of individual BJW were assessed. Results partly confirm the hypotheses, but are mostly contradictory. Furthermore, effects are much smaller than expected. Yet, they allow for a differential interpretation of the BJW facets. Finally, suggestions for future improvements of the paradigm are discussed.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/79
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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