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Titel: XXX Ambulantes 24-Stunden-Monitoring als psychophysiologische Assessmentstrategie: Reproduzierbarkeit, Reaktivität, Retrospektionseffekt und Bewegungskonfundierung
Sonstige Titel: XXX Ambulatory 24-hour monitoring as a psychophysiological assessment strategy: Replicability, reactivity, effects of retrospection and physical activity
Autor(en): Fahrenberg, Jochen
Erscheinungsdatum: 1993
Zusammenfassung: Im Rahmen der Weiterentwicklung eines multimodalen Feldforschungsansatzes wurde ein psychophysiologisches 24-Stunden-Monitoing bei 42 männlichen Studierenden durchgeführt. Bei 24 Personen ist dies zugleich eine <follow-up>-Untersuchung im Anschluß an eine Labor-Feld-Studie 18 Monate zuvor. Als ausgewählte Fragestellungen werden in diesem Untersuchungsbericht vier zentrale methodenkritische Aspekte von ambulanten Assessmentstrategien in den Mittelpunkt gestellt. Die Untersuchungsmethodik, deren Fortschritte beschieben und empirisch belegt werden, umfaßt einen Biosignal-Meßwertspeicher, einen Pocket-Computer zur aktuellen Selbstprotokollierung von Setting, Verhalten und Befinden sowie einen Recording-Walkman für zusätzliche freie Kommentare. Die Reproduzierbarkeit/Stabilität der mit dieser Feldmethodik erhobenen Daten und Befunde konnte im längsschnittlichen Vergleich der beiden Untersuchungstermine nachgewiesen werden. Auf physiologischer Datenebene waren methodenbedingte Reaktivitätseffekte nur beim ersten Untersuchungstermin festzustellen, wodurch Vorregistrierphasen zur Vermeidung dieser initialen Eingewöhnungseffekte auch bei ambulanten Monitoringstudien nahegelegt werden. Aufpsychologischer Datenebene ergaben sich bemerkenswerte Diskrepanzen zwischen aktuell und retrospektiv erhobenen Selbsteinstufungen, was für eine Bevorzugung möglichst ereignisnaher und zeitkontrollierter (daher computergestützter) Datenerhebungsstrategien spricht. Die Befunde zur Bewegungskonfundierung zeigen, daß eine effektive Berücksichtigung körperlicher Bewegungsaktivitäten für die Analyse kardiovaskulärer Veränderungen und psychophysiologischer Beziehungen im Alltag erforderlich und realisierbar ist.
With reference to the further development of a multimodal ambulatory assessment approach a psychophysiological 24-hour monitoring study was conducted with 42 male students. For 24 of them this was a followup from a laboratory-field study 18 months before. In this article we focus on four central methodological aspects of ambulatory assessment strategies. An improved methodology is presented and empiically evaluated. The instruments used were a four-channel ambulatory monitoring device, a pocket-computer to obtain concurrent self-report data concerning setting, behavior and mood, and a walkman recorder for additional free commentaries. The stability and replicability of data were conirmed in the longitudinal comparison. For physiological data reacitivity phenomena were found only at the first participation in ambulatory monitoring. This suggests a pre-registration period in ambulatory monitoring to avoid these initial effects of habituation. Psychological data showed remarkable discrepances between concur- rent and retrospectively collected self-report data. This emphasizes the need for concurrent and time-controlled (therefore computer-based) ambulatory data acquisition. Findings on confoundation of cardiovascular changes and body motion suggest the necessity of Controlling for physical activity when analysing psychophysiological relations in daily life.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/814
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