Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/821
Titel: Rezeption als Konstruktion. Das Prinzip der Sinnkonstanz´ am Beispiel von Ironie.
Autor(en): Groeben, Norbert
Erscheinungsdatum: 1985
Zusammenfassung: Als ein hochkomplexes Sprachphänomen widersetzt sich Ironie theoretischen Ansätzen, die Sprachverstehen akzentuierend als Bedeutungsdecodierung im Sinne passiver Rezeption modellieren. Schon die klassischen Rhetorik-Definitionen von Ironie postulieren eine kognitive Konstruktion von Bedeutung hinter dem explizit Geäußerten, die als das eigentlich Gemeinte verstanden werden muß. Damit erweist sich Ironie als ein paradigmatisches Beispiel für das Prinzip der Sinnkonstanz, wie sie Hörmann als zentrale Bedingung des Sprachverstehens expliziert hat. Diese Rekonstruktion von Ironie unter der sprachpsychologischen Perspektive der Sinnkonstanz steht nicht nur mit der pragmalinguistischen Explikation der Sprechakttheorie in Übereinstimmung, sondern ließ sich auch empirisch sichern: die kognitive Konstruktivität des Hörers beim Verstehen manifestiert sich sowohl in verschiedenen Kategorien des ironischen Dementis als auch in der Unterscheidung von Ironie-Typen aufgrund von Emotionen und Intentionen, die der Hörer dem Sprecher beim Verstehen seiner Äußerung unterstellt.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/821
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