Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/831
Titel: Einflüsse des zeitlichen Bezugsrahmens auf Angaben zur eigenen depressiven Befindlichkeit Teil 2
Autor(en): Fabian-Krause, Tobias
Erscheinungsdatum: 2011
Zusammenfassung: Forschungsbefunde zum autobiographischen Gedächtnis (Sudman, Bradburn & Schwarz, 1996) lassen es zweifelhaft erscheinen, dass das von DSM-IV und ICD-10 vorgesehene Zweiwochenkriterium für die Diagnose einer Depression überhaupt im diagnostischen Prozess reliabel umsetzbar ist. Heckmann hatte 2008 festgestellt, dass es signifikante Unterschiede zwischen einer Untersuchungsgruppe gab, die das vereinfachte Beck-Depressions-Inventar (Schmitt & Maes, 2000) zweimal im Abstand von 14 Tagen mit der Instruktion, sich auf die letzten 14 Tage zu beziehen beantwortet hatte und einer zweiten Untersuchungsgruppe, die sich auf die letzten 3 Monate beziehen sollte. Mittels Latent-State-Trait-Analyse konnte dabei gezeigt werden, dass die Traitkonsistenz in der 3-Monats-Gruppe signifikant höher war als in der 14-Tage- Gruppe. Die Differenz hinsichtlich dieses Koeffizienten lag allerdings lediglich bei .05. Der durch stabile Eigenschaften erklärte Anteil lag mit .79 (14-Tage-Gruppe) und .84 in der 3-Monats-Gruppe sehr hoch. In der Folgestudie sollte einerseits geprüft werden, ob sich diese Auswirkungen der zeitlichen Instruktion replizieren lassen und andererseits, ob eine Erhöhung des Retest-Intervalls auf 3 Monate zu einer Absenkung des Anteils stabiler Dispositionen zugunsten des Situationseinflusses führt. Mit Ausnahme der Erhöhung des Abstands zwischen den Messzeitpunkten wurde das Design von Heckmann (2008) übernommen. Die Untersuchung wurde an einer heterogenen Stichprobe durchgeführt. Die Stichprobengröße betrug N = 187 für die 3- Monatsgruppe und N = 240 für die 14-Tage-Gruppe. Da sich die untersuchten Gruppen hinsichtlich soziodemographischer Eigenschaften (Geschlecht, aktuelle berufliche Tätigkeit) unterschieden konnten Heckmanns Ergebnisse nicht repliziert werden, wobei keine klare Aussage darüber getroffen werden kann, ob die ermittelten Befunde insgesamt für oder gegen einen Einfluss der zeitlichen Instruktion sprechen. DieErhöhung des Abstands zwischen den Messzeitpunkten führte zu einer Absenkung der Traitkonsistenz zugunsten der Zeitspezifität. Gutachter: Prof. Dr. Manfred Schmitt Dr. Christine Altstötter-Gleich
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/831
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