Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/869
Titel: Zur (mangelnden) Konstruktvalidität von Konsistenz-Selbsteinschätzungen
Autor(en): Schmitt, Manfred
Erscheinungsdatum: 1990
Zusammenfassung: Zur Überwindung von Defiziten bisheriger Konsistenz-Selbsteinschätzungen wurde ein Konsistenzfragebogen entwickelt, der aus drei mäßig korrelierten, homogenen Teilskalen besteht: Konsistenzzentralität (eigenständige Einstellungen bilden und diesen gemäß handeln), Meinungsstabilität (eigene Einstellungen über die Zeit hinweg beibehalten) und Robustheit gegenüber Situationseinflüssen (die eigene Einstellung trotz widriger Umstände in die Tat umsetzen). Die Konstruktvalidität dieser drei intern konsistenten Teilskalen wurde an der faktischen inter- und intraindividuell bestimmten Konsistenz von Variablen aus zwei Korrelationsstudien über soziale Verantwortlichkeit geprüft, an denen 673 bzw. 340 Personen teilnahmen. Keiner der drei Faktoren des Konsistenz-Selbstbildes erwies sich als valide. So moderierte etwa Konsistenzzentralität nicht den Zusammenhang zwischen prosozialen Einstellungen und prosozialem Verhalten. Auch bestand kein Zusammenhang zwischen Meinungsstabilität und der tatsächlichen Stabilität von Einstellungen und persönlichen Normen über 9 und 18 Monate. Schließlich moderierte die Robustheit gegenüber Situationseinflüssen nicht den Einfluss antizipierter Kosten auf das Ausmaß geleisteter Hilfe. Diese Ergebnisse sind relativ #b63-sicher.
Developed a consistency questionnaire consisting of three moderately correlated, homogeneous subscales, for the purpose of overcoming the deficiencies of earlier self-rating scales of consistency. The subscales are: centrality of consistency (forming one's own attitudes and behaving in accordance with them), stability of opinions (maintaining one's own attitudes over time), and robustness against situational influences (actualizing one's own attitudes despite adverse circumstances). The construct validity of these three internally consistent subscales was tested against the actual inter- and intraindividually determined consistency of variables from two correlational studies of social responsibility with 673 and 340 subjects, respectively). None of the three factors of the consistency self-ratings proved to be valid. Thus, for example, centrality of consistency did not moderate the relationship between prosocial attitudes and prosocial behavior. There was also no relationship between the stability-of-opinions measure and actual stability of attitudes and personal norms over 9 and 18 months. Finally, robustness against situational influences did not moderate the influence of anticipated costs on the amount of help given. These results are relatively reliable.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/869
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