Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/895
Titel: Das Trauma das uns eint. Gedanken zur Conquista und zur lateinamerikanischen Identität.
Autor(en): Páramo-Ortega, Raúl
Erscheinungsdatum: 1993
Zusammenfassung: Die Unterentwicklung Lateinamerikas ist, nach dem Autor - neben den äußeren makroökonomischen Faktoren - mit den Auswirkungen eines grundlegenden kollektiven Traumas in Beziehung zu setzen, das sehr weit zurückliegt und noch lange nicht geheilt ist: Die Invasion, die 1492 mit Christoph Kolumbus begann und von Hernán Cortés, Francisco Pizarra, Pedro de Alvarado u.a. fortgeführt wurde. Der Verfasser stützt seine Grundthese auf die Lehre Freuds, nach welcher der Einzelne nicht nur unter der Einwirkung seines gegenwärtigen Kulturmilieus steht, sondern auch dem Einfluss der gesamten Kulturgeschichte seiner Vorfahren unterliegt. Sowohl die aufgezwungene Religion wie die imponierte Sprache wurden Werkzeuge der Unterdrückung: Die kulturelle Identität wurde damit beschädigt. Die kopierten Rezepte der ersten Welt als Versuch, der Unterentwicklung zu entkommen, scheitern eines nach dem anderen. Die soziopsychologische Basis, die „Mentalitäten“, der „nationale Charakter“, die Institutionen, die Traditionen, das „kollektive Gedächtnis“ oder, zusammenfassend, das „kulturelle Unbewusste“ (Erdheim 1982) bleiben dabei unberührt. Gedächtnisarbeit, sei sie auch schwierig und komplexer Art, soll ein unabdingbarer Versuch zur Linderung des kollektiven Traumas sein, das die „Begegnung“ zweier Welten mit sich gebracht hat.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/895
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