Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/956
Titel: Der Einfluß von Graphtyp und Graphanordnung auf das Graphverstehen bei der Analyse von Verläufen
Sonstige Titel: The influence of graph type and graph display on the perception and comprehension of trends
Autor(en): Jacobs, Bernhard
Erscheinungsdatum: 1994
Zusammenfassung: Wenn man mehrere Verläufe graphisch darstellen will, so kann man für jede Datenreihe ein gesondertes Diagramm (Juxtaposition) oder alle Verläufe in einem einzigen Diagramm (Superposition) präsentieren. Innerhalb dieser Graphanordnung erschienen als Graphiktypen Säulendiagramm und Liniendiagramm sinnvoll. Ausgehend von der Hypothese, daß Unterschiede zwischen den Graphikvarianten mit zunehmender Schwierigkeit deutlicher hervortreten, wurde die Anzahl der Datenreihen variiert. Ziel der Untersuchung war die empirisch zu überprüfende Frage, welchen Einfluß diese 3 Faktoren auf das Erkennen von Kurvenverläufen ausüben, wobei die Wahrnehmung von Kurvensteigungsveränderungen im Vordergrund stand. Zu diesem Zweck wurde ein recht kompliziertes Computerexperiment entworfen, dem sich 20 Vpn unterworfen haben. Wie schon früher nachgewiesen, sind Säulendiagramm und Liniendiagramm vergleichbar gut geeignet, einen Kurvenverlauf bei einer einzigen Datenreihe wahrzunehmen. Dies könnte der Grund dafür sein, daß unter der Graphanordnung Juxtaposition im wesentlichen keine Graphtypunterschiede auftreten, unabhängig davon, wie viele Datenreihen präsentiert werden. Nur unter der Anordnung Superposition wächst der Vorteil des Liniendiagramms zugunsten des Säulendiagramms mit zunehmender Anzahl der Datenreihen recht deutlich. Jedoch ist die Anordnung Superposition spätestens bei 8 Datenreihen unabhängig von Graphtyp überfordert. Das superpositionierte Liniendiagramm hält bis zu 4 Datenreihen mit der Graphanordnung Juxtaposition mit, ist jedoch bei 8 Datenreihen fehleranfälliger. Die Untersuchung ist der erste Teil einer umfangreichen Testserie, in deren Mittelpunkt die Spezifizierung von Interaktionen zwischen Fragestellungen und Graphikvarianten steht.
If several data sets are to be illustrated, it is possible to present each data set in a separate diagram (juxtaposition) or to present all data sets in one diagram (superposition) . Both bar graphs and line graphs were logical choices as graph types. According to the hypothesis that differences between the graph variants would become more evident the more difficult the tasks became, the number of data sets was varied. The aim of this investigation was to find an empirical answer to the question of what influence the above three factors have on the recognition of trends. The main focus was the experimental subject´s ability to detect changes in the slope of a curve. A complex computer experiment was developed for this purpose. Twenty experimental subjects took part. It has already been shown that bar graphs and line graphs are equally suitable for representing the trend of a single data set. This may be the reason why no differences between the two graph types occur when they are displayed in juxtaposition, irrespective of how many data sets are represented. Only when superposition is used does the advantage of line graphs over bar graphs become more and more evident as the number of data sets represented grows. However, superposition as a choice of graph display is overtaxed at the very latest when eight trends are represented. Superline can compete on an equal footing with juxtaposition in the display of up to four data sets, but is more likely to produce errors in the case of eight data sets. This investigation is the first part of a larger test series centering around the specification of interactions between questions and graph variants.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/956
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