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Titel: Angst macht Gewalt : reale und phantasierte Bedrohung als Herausforderung für die außerschulische Erziehung
Autor(en): Büttner, Christian
Erscheinungsdatum: 2003
Zusammenfassung: Dass Angst eine wesentliche Triebkraft für Gewalt zu sein scheint, kann man gerade in unseren Tagen zweifelsfrei nachvollziehen ? zumindest darin, dass ein Krieg gegen den Terrorismus oder den Irak, damit begründet wird, man müsse schließlich vor der Bewaffnung und der diktatorischen Herrschaft im Feindesland Angst haben. Angst wird hier nicht nur als Motiv für Verteidigung gehandelt, sondern sogar als Motiv für Angriff, Beseitigung des Angst machenden Objekts und dessen Ersatz durch ein "gutes Objekt", etwa eine freundlich gesonnene Regierung. Ein zweites, damit zusammenhängendes Phänomen beschäftigt uns ebenfalls: Sind wir befreundeten Staaten zur Bündnistreue oder zur grenzenlosen Dankbarkeit gegenüber denen verpflichtet, die uns von einer Diktatur befreit haben, selbst wenn wir vielleicht in verschiedenen Punkten anderer oder gar konträrer Ansicht sind? In der Diskussion um diese Fragen und für die Bewältigung einer solchen, strategisch produzierten Angst wird kein Mittel der Überzeugung ausgeschlossen und nicht vor der Anwendung der größten Gewalt gescheut, die Menschen kennen: dem Krieg. Die Überlegung, dass Angst Gewalt macht, scheint alltagspsychologisch plausibel. Solche Alltagspsychologie geht zumeist auf persönliche Erfahrungen zurück, die als z.B. ebenso vermeintlich erfolgreich oder unausweichlich erinnert werden wie etwa die Haltung, man müsse jemand durch ernst gemeinte Drohung und Druck, statt durch Belohnung zu einem gewünschten Verhalten bringen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/961
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