Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/996
Titel: Die Entwicklung der Mexikanischen Psychoanalytischen Gesellschaft und des Mexikanischen Instituts für Psychoanalyse
Autor(en): Millán, Alfonso
Erscheinungsdatum: 1992
Zusammenfassung: Um 1934 hielten Guillermo Dávila, Raúl Gonzáles Enríques, der vorzeitig und tragisch ums Leben gekommen ist, und ich selbst - alle Professoren an der Medizinischen Fakultät - Vorträge über das Werk von Freud für Medizinstudenten und gelegentlich auch für ein größeres Publikum. 1937 organisierte Gonzáles Enríques ein Seminar, in dem die Texte von Freud gelesen und kommentiert wurden. Uns interessierte dabei besonders die Anwendung der Psychoanalyse zum Verständnis der sozio-kulturellen Phänomene unseres Landes. Die Ausbildung von Psychoanalytikern begann später. Eine Gruppe von jungen Medizinern beschloss, sich im Ausland weiterzubilden, und ab 1947/48 gingen sie in die Vereinigten Staaten von Amerika, nach Argentinien oder Frankreich. Nach ihrer Rückkehr in unser Land um 1954/55 bildeten sie eine Arbeitsgruppe und später ihre eigene Gesellschaft. Im Jahre 1950 organisierte die UNAM von Mexiko durch die Graduiertenschule, die von Dr. José Zuzaya geleitet wurde, Kurse für Spezialisten in Psychiatrie und Psychoanalyse. Zur Leitung der Kurse für Psychoanalyse lud die Universität Erich Fromm ein, der seit einiger Zeit Mexiko besuchte. Nachdem er diese Aufgabe im Jahre 1950 übernommen hatte, organisierte und leitete Erich Fromm die Ausbildung für Psychoanalyse; er wohnte seither in Mexiko.1 Fromm wurde unterstützt von einigen Gastprofessoren, die auf ihren verschiedenen Besuchen in Mexiko Supervisionsaufgaben übernahmen und einige Lehrseminare hielten. Diese Professoren waren die Doktoren Nathan W. Ackerman von der Universität Columbia, New York, Edward S. Tauber vom William Alanson White Institut für Psychiatrie, Psychoanalyse und Psychologie, New York, und vom selben Institut Rose Spiegel und Clara Thompson, ebenso John R. W. Thompson von der Abteilung für Psychiatrische Forschung von der Universität von Columbia, New York. Durch das Angebot ihrer eigenen Sichtweise erlaubten uns diese Psychoanalytiker von Anfang unserer Ausbildung an, die Vorteile der Prinzipien der Freiheit und der Ablehnung von Sektierertum schätzen zu lernen, die alle unsere späteren Aktivitäten als Psychoanalytiker und als Professoren der neuen Generation inspiriert haben.
In this essay a description is given of the organizational development of the Mexican Psychoanalytic Society, which was heavily influenced by Erich Fromm. After a first stage where a group of psychiatry graduates was trained as psychoanalysts by Fromm at the National Autonomia University of Mexico (the present author was himself among the trainees), the Mexican Psychoanalytic Society was founded in 1956, followed by the Mexican Institute for Psychoanalysis in 1963. An overview is given of the course of studies and methods used at the institute fortraining psychoanalysts; the procedures for screening applicants are also described as well as the various clinical specialties (e.g. focal therapy geared to special groups of clients). The article thus treats the reader to an instructive backward glance at the development of psychoanalysis in Mexico during the 50s and 60s.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/996
Enthalten in den Sammlungen:Schriften der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft e.V.
PsyDok

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
Millan_1992.pdf54,4 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.